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Streik bei Mainz 05 : Brand am Bruchweg

  • -Aktualisiert am

Adam Szalai soll nicht mehr für Mainz 05 spielen. Bild: Picture-Alliance

Die Spieler des FSV Mainz 05 solidarisieren sich mit ihrem Kollegen Ádám Szalai und streiken. Es ist eine Eskalation, die weit über ein gestörtes Verhältnis zum Trainer hinausgeht.

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          Wahrscheinlich würden sie beim FSV Mainz 05 dieser Tage lieber über ein, zwei neue Corona-Fälle im Kader reden. In den vergangenen Wochen gehörten solche Meldungen zwar zu den ungeliebten Themen – doch wären sie allemal angenehmer als der Brand, den sie jetzt am Bruchweg entfacht haben. Ohne Not. Denn sollten es tatsächlich nur die von Rouven Schröder und Achim Beierlorzer angeführten sportlichen Gründe sein, die zur Trennung von Ádám Szalai führten, hätten sie diesen Schnitt früher und sauberer vollziehen können. Angesichts der dürftigen Saisonbilanz des Ungarn wäre das fast schon ein Muss gewesen. Nicht erst, nachdem der Stürmer im Pokal noch gut genug war, eingewechselt zu werden und den 2:1-Führungstreffer zu erzielen.

          Bundesliga

          Jetzt aber haben sich die Beteiligten in eine Situation manövriert, aus der schwerlich alle ohne Gesichtsverlust herausgehen werden. Nicht ausgeschlossen, dass aus dem Gesicht auch noch ein ganzer Kopf wird. Die am Donnerstag von Sportvorstand und Trainer nachgereichte Begründung wirkte jedenfalls nicht überzeugend. Und Beierlorzers Reaktion auf den ungewöhnlichen Spielerstreik („Ich sehe kein Zerwürfnis“) mutet weltfremd an. Ihre Solidarität mit dem Geschassten hätte die Mannschaft auf vielerlei Art zum Ausdruck bringen können – sich geschlossen einer Trainingseinheit zu verweigern, weist auf ein mindestens gestörtes Verhältnis zum Trainer hin. Oder eben noch mehr.

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