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Neuer Dynamo-Moskau-Trainer : Abenteuer in Russland für Sandro Schwarz

  • -Aktualisiert am

Endgültiger Abschied: Sandro Schwarz wird Trainer in Moskau. Bild: dpa

Sandro Schwarz wird neuer Chefcoach bei Dynamo Moskau. Für den Posten kam dem ehemaligen FSV-Trainer ein Bekannter aus alten Tagen zugute.

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          Als möglicher Nachfolger von David Wagners beim FC Schalke 04 war er zuletzt gehandelt worden. Beim FC Basel galt er als ein Kandidat, um Marcel Koller zu beerben. Und im vorigen Winter hatte unter anderem ein chinesischer Klub bei ihm angeklopft. Doch jetzt steht fest: Sandro Schwarz, vor rund elf Monaten beim FSV Mainz 05 in der Bundesliga entlassen, wird neuer Trainer des russischen Erstligaklubs Dynamo Moskau.

          Seinen Vertrag bei den Rheinessen hat er in dieser Woche aufgelöst. Spätestens am Sonntag möchte er nach Moskau fliegen, um dort seine Tätigkeit aufzunehmen und eine Woche Zeit bis zu seinem ersten Meisterschaftsspiel in der Premjer Liga zu haben. Zuvor muss er noch diverse Unterlagen zusammenstellen, darunter ein Visum und einen negativen Coronatest.

          In den ersten Monaten nach seiner Freistellung in Mainz hatte Schwarz noch alle Anfragen abgelehnt. Emotional hing er noch zu sehr an dem Klub, für den er bereits als Jugendlicher aktiv war, bei dem er Zweitligaprofi wurde und mit dem er 2004 unter Jürgen Klopp in die Bundesliga aufgestiegen war – ein Schritt, den er selbst jedoch mangels Aussicht auf Spielzeit nicht mitging. 2013 kehrte er zu seinem Heimatverein als U-19-Trainer zurück, nach etwas mehr als anderthalb Jahren übernahm er die in der Dritten Liga spielende U23. Und im Sommer 2017 folgte er als Cheftrainer auf Martin Schmidt.

          Ersparnis für Mainz

          Die Brücke in die russische Hauptstadt bildete Zeljko Buvac. Der Bosnier, der selbst früher für die Nullfünfer in der Zweiten Liga spielte und später am Bruchweg, bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool als Kotrainer von Jürgen Klopp tätig war, fungiert inzwischen als Sportdirektor bei Dynamo. Er holte seinen einstigen Schützling jetzt als Nachfolger für Kirill Alexandrowitsch Nowikow. Schwarz neue Mannschaft belegt nach zehn Spieltagen den sechsten Tabellenplatz mit vier Punkten Rückstand auf Zenit St. Petersburg und Spartak Moskau.

          Als Kotrainer nimmt Schwarz den ehemaligen Hannoveraner Volkan Bulut mit. Zum Trainerteam stoßen soll außerdem sein Mitspieler aus Mainzer Tagen, der Ukrainer Andrej Voronin – nicht zuletzt, um die fußballspezifischen Dinge zu übersetzen. Für den FSV Mainz 05 geht mit der Vertragsauflösung eine Ersparnis einher; sie hätten Sandro Schwarz im ungünstigsten Fall noch bis Mitte 2022 Gehalt zahlen müssen.

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