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FSV Mainz 05 : Szalai spielt keine Rolle mehr

  • -Aktualisiert am

Ein Höhepunkt seines Wirkens für die 05er: Adam Szalai schießt 2010 das Mainzer Siegtor gegen die Bayern in München. Bild: dpa

Der zweite Aufenthalt bei Mainz 05 geht für Adam Szalai unrühmlich zu Ende. Trainer Achim Beierlorzer setzt ihn nicht mehr ein. Bei seiner ersten Mainzer Zeit avancierte er noch zum Toptorjäger.

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          Bereits am Sonntag hatte Achim Beierlorzer durchblicken lassen, welche Rolle Ádám Szalai in seinen Planungen spielt: Der Trainer des FSV Mainz 05 hatte den Ungarn nicht für den Kader des Saisonauftaktspiels in Leipzig nominiert. Nicht wegen einer Verletzung, sondern wegen ungenügender Trainingsleistungen. Am Montagabend folgte der Quasi-Rauswurf. „Wir haben Ádám mitgeteilt, dass er in unseren sportlichen Planungen keine Rolle mehr spielen wird“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder. Damit widersprach er Gerüchten, wonach der Verein sich wegen Diskussionen um Gehaltszahlungen von dem Stürmer trenne.

          Im Pokalspiel gegen den TSV Havelse am vorvergangenen Freitag war der Angreifer nach einer Stunde eingewechselt worden und brachte die Mainzer in der 77. Minute mit 2:1 in Führung. Das reichte jedoch allem Anschein nach nicht aus, um sich für höhere Aufgaben zu qualifizieren.

          Damit geht Szalais zweiter Aufenthalt in Mainz unrühmlich zu Ende. Von 2009 bis 2013 war er erstmals für die Rheinhessen aktiv gewesen und hatte sich nach langer Verletzung zum Toptorjäger entwickelt. In seiner letzten Saison vor dem Wechsel zum FC Schalke erzielte er in 29 Bundesligaspielen 13 Tore und bereitete vier weitere vor.

          Im August vorigen Jahres holten die Mainzer ihn als Reaktion auf Jean-Philippe Matetas schwere Verletzung von der TSG Hoffenheim zurück. An alte Zeiten anzuknüpfen vermochte der inzwischen 33-Jährige nicht mehr. Bei seinen 27 Bundesligaeinsätzen in der vorigen Saison wurde er 15-mal eingewechselt worden, sein einziges Tor erzielte er immerhin zum 2:1-Siegtreffer gegen Eintracht Frankfurt.

          Inwieweit Szalais Freistellung eine Neuverpflichtung nach sich ziehen wird, ist offen. Taiwo Awoniyi wäre nach seinen in den letzten Wochen der vorigen Saison gezeigten Leistungen ein Kandidat für die 05er gewesen, wenngleich ein anderer Spielertyp als Szalai. Der Nigerianer, der nach wie vor in Diensten des FC Liverpool steht, hat sich aber bereits für eine Saison an Union Berlin ausleihen lassen. Schröder bestätigt: „Taiwo wäre eine Option gewesen. Aber wenn er sich jetzt entscheidet, den Schritt nach Berlin zu machen, kann ich ihm ja nicht sagen, er solle mal 14 Tage warten, weil dann bei uns vielleicht etwas passiert.“

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