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Vor dem Rhein-Main-Derby : Svensson setzt auf das Mainzer Kollektiv

  • -Aktualisiert am

Das erste Mal: Svensson beim Debüt gegen Hütter und die Eintracht. Bild: dpa

Sein Debüt als Mainzer Trainer gab er gegen Frankfurt. Nun könnte er gegen den gleichen Gegner den Erhalt der Klasse sichern. Doch Svensson warnt vor der individuellen Klasse der Eintracht.

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          Eintracht Frankfurt war der erste Gegner, mit dem es Bo Svensson als Cheftrainer des FSV Mainz 05 zu tun bekam. Und Eintracht Frankfurt könnte der letzte Gegner in dieser Saison sein, auf den die Rheinhessen als abstiegsgefährdeter Klub treffen. Theoretisch nämlich können sie an diesem 32. Bundesligaspieltag den Klassenverbleib klarmachen – praktisch „steht auf der anderen Seite eine Mannschaft, für die es um viel geht und die sehr viel Qualität hat“, sagt Svensson. Sprich: Selbst mit einer Topleistung gibt es für seine Mannschaft keine Garantie auf drei Punkte, mit denen sie am Sonntagabend vom Main an den Rhein und gleichsam ihrer 13. Bundesligasaison hintereinander entgegenführen.

          Bundesliga

          Bei Svenssons Bundesligadebüt an der Seitenlinie unterlagen die Mainzer im Januar 0:2, beide Tore erzielte André Silva nach Fouls von Moussa Niakhaté per Elfmeter. Um das Ergebnis diesmal auf ihre Seite zu ziehen, wäre es hilfreich, sich nicht noch mal eine Halbzeit zu leisten wie die zweite gegen Hertha BSC. Das Nachholspiel am Montagabend war eine der wenigen Rückrundenpartien, mit denen der Däne sich unzufrieden zeigte. Er monierte die fehlende Disziplin und Konzentration nach dem Seitenwechsel: Abstände zu groß, Pressingsignale nicht erkannt, zu langsam und zu viel quer gespielt, bei Standards nicht aufmerksam genug. „Wir haben unseren Plan nicht eingehalten, und das sah dann nachlässig aus. Wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben.“

          Hack übernimmt Rolle von Bell

          Das habe er vor der Mannschaft in aller Deutlichkeit angesprochen und sei dabei auf ungeteilte Zustimmung gestoßen. Wohl auch, was die Messlatte für Sonntag angeht. „Um in Frankfurt zu bestehen, brauchen wir eine komplette Leistung.“ Nicht dazu beitragen kann Stefan Bell. Der Abwehrchef muss gelbgesperrt aussetzen; seinen Platz in der Dreierkette wird Alexander Hack einnehmen.

          Inwieweit darüber hinaus mit personellen Veränderungen zu rechnen ist, bleibt noch das Geheimnis des Trainerteams; Svensson ließ sich während der Pressekonferenz am Freitag nicht in die Karten schauen. Auch nicht, was die beiden Frankfurter Leihgaben in seinem Kader, Danny da Costa und Dominik Kohr, angeht: „Kein Spieler bekommt eine Einsatzgarantie, schon gar nicht zwei Tage vor einem Spiel.“

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          Für dieses Duo, das nach dem jetzigen Stand zur neuen Saison zur Eintracht zurückkehren wird, sei die Partie am Sonntag sicher eine besondere, sagt Svensson. Und für ihn selbst? „Ein bisschen, aber nicht viel mehr als andere Bundesligaspiele.“ Einen Derbycharakter kann der Däne hinter dem Rhein-Main-Duell jedenfalls nicht erkennen. Den Begriff findet er eher inflationär verwendet. „Ich habe Derby immer so verstanden, dass zwei Vereine aus der gleichen Stadt gegeneinander spielen.“

          Svensson rechnet nicht damit, dass sich die Unruhe im Umfeld der Eintracht, die zuletzt durch Adi Hütters angekündigten Abschied aufkam, auf die Mannschaft auswirkt. „Kann sein, dass die Frankfurter zuletzt ein paar Spiele verloren haben. Aber sie haben die Chance, in die Champions League zu kommen“, betont der 05-Trainer. „Ich sehe, was die Mannschaft an den ersten 31 Spieltagen geleistet hat, und ich sehe die Handschrift des Trainers.“ Die individuelle Qualität der Gegenspieler könnten seine Leute nur im Kollektiv verteidigen. „Wir müssen in den Zweikämpfen immer gut abgesichert sein und die Räume eng halten. Um ihnen zu viel Raum anzubieten, sind sie einfach zu gut.“

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