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Mainz gegen Leipzig : Nicht zum Sightseeing nach Sachsen

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Volle Konzentration gegen Leipzig: Mainz-Trainer Achim Beierlorzer Bild: dpa

Zwei Spiele, dreizehn Gegentore, null eigene Treffer. Das Wiedersehen mit RB Leipzig weckt in Mainz ausgesprochen ungute Erinnerungen.

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          Der FSV hatte in der vergangenen Spielzeit unter Trainer Sandro Schwarz mit dem 0:8 in Leipzig die höchste Niederlage seiner mehr als 30-jährigen Erst- und Zweitligageschichte kassiert. Zu Hause hieß es in der Rückrunde 0:5, was noch schmeichelhaft war, weil die Sachsen im Abschluss nicht mehr so richtig ernst machten; es hätte auch zweistellig ausgehen können. Aber auch unabhängig davon hätten sich die Rheinhessen einen angenehmeren Saisonauftakt vorstellen können. Vor der Auswärts-Partie am Sonntag  (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga sowie bei Sky) beim Champions-League-Halbfinalteilnehmer wollen die Mainzer nicht von vornherein klein beigeben. Das Motto lautet: Wehrt euch!

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          „Wir müssen den Infight suchen. Leipzig muss unseren Atem spüren“, forderte Sportvorstand Rouven Schröder vor der Partie, zu der 8500 Zuschauer zugelassen sind. „Wir haben etwas gutzumachen“, sagte Chefcoach Achim Beierlorzer. Welchen Spielern er dazu Gelegenheit geben will, verriet er nicht. Klar ist nur, dass Robin Zentner als alte und neue Nummer eins im Tor stehen wird. Neben den drei positiv auf das Coronavirus getesteten Profis fällt wegen einer Sehnenreizung lediglich der Südkoreaner Dong-wo Ji aus.

          Auch wenn Leipzig in Timo Werner und Patrik Schick zwei seiner Topstürmer verloren hat: Dass die Aufgabe dadurch einfacher wird, glauben die FSV-Verantwortlichen nicht. „Natürlich fehlt Werner mir seiner wahnsinnigen Geschwindigkeit und Schick mit seiner Körperlichkeit und technischen Versiertheit“, sagte Beierlorzer.

          „Aber wenn man sieht, dass im Pokalspiel gegen Nürnberg Poulsen, Forsberg und Kampl auf der Bank saßen, weiß man, dass die Abgänge kompensiert sind.“ An der klaren Spielidee von RB, dem sicheren Passspiel und den temporeichen Aktionen in die Spitze habe sich ohnehin nichts geändert. „Und vor allem das Angriffs- und Gegenpressing suchen ihresgleichen“, warnte Beierlorzer.

          Die beiden Ergebnisse der vergangenen Runde an sich seien schlimm genug gewesen, sagt Sportvorstand Schröder. „Wie wir die Spiele verloren haben, machte es noch schlimmer.“ Es war eine resignative, mutlose Haltung, die sein Team nach einer gewissen Zeit jeweils an den Tag gelegt hatte. Das soll sich auf keinen Fall wiederholen. „Ich erwarte von uns kein Zucker-Spiel, aber eines, in dem man uns ansieht, dass wir nicht zum Sightseeing gekommen sind“, sagte Schröder.

          Die Räume gegen die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann zu verdichten und eine aggressive Zweikampfführung an den Tag zu legen, das forderte Beierlorzer. Kompaktes Auftreten sei allerdings nicht das einzige Thema in diesem Aufeinandertreffen. „Wir wollen auch mit unserem Ballbesitz etwas anfangen“, sagte der Coach – wohl wissend, dass seine Elf in dieser Statistik kaum die 50-Prozent-Marke knacken wird.

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