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1:1 in Dortmund : Ein Mainzer Coup

  • -Aktualisiert am

„Bitte schieß’ nicht“: aber Öztunali macht es doch und trifft Bild: dpa

„Levin, schieß bitte nicht“, hofft Trainer Svensson. Doch Öztunali schießt doch und trifft. Durch jeden Menge Leidenschaft erkämpft sich das Mainzer Team ein 1:1 in Dortmund.

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          Ob der Trainerwechsel beim BVB den erhofften Effekt hat, kann nach diesem Spiel wieder einmal kontrovers diskutiert werden, bei Mainz 05 deutet sich hingegen an, dass die personellen Veränderungen dieses Winters die erhoffte Wirkung zeigen. Vorstand Christian Heidel und Sportdirektor Martin Schmidt hatten noch nicht so viel Gelegenheit, auf die Leistungen der Mannschaft einzuwirken, aber die Maßnahmen des neuen Trainers Bo Svensson tragen offenbar Früchte.

          Nach dem ordentlichen Spiel gegen Eintracht Frankfurt aus der Vorwoche, das noch 0:2 verlorenging, gelang den Mainzern mit dem 1:1 in Dortmund ein Coup, der dem Team neben einen Punkt jede Menge Zuversicht verschaffen wird. „Wir haben gezeigt, was die Messlatte ist“, sagte Schmidt, der „sehr zufrieden mit der Mentalität“ des Teams war.

          Bundesliga

          Auch aufgrund einiger Ausfälle spielte erstmals seit März 2019 wieder Stefan Bell in der Bundesliga für die Rheinhessen und fügte sich sofort ein in ein bestens funktionierendes Team, das der Dortmunder Trainer Edin Terzic für eine sehr „leidenschaftliche und disziplinierte Leistung“ lobte. „In der ersten Hälfte haben wir noch etwas Glück gehabt“, räumte Svensson ein, weil die Dortmunder Reus, Bellingham und Brandt gute Chancen ausließen. Aber nach der Pause waren sie als Tabellenletzter mindestens ebenbürtig beim Titelaspiranten aus dem Revier. Und sie hatten endlich einmal in den entscheidenden Momenten Glück.

          So ein wunderschönes Fernschusstor wie das 0:1 von Levin Öztunali (57.) gelingt nur an besonders guten Tagen. Er habe gedacht, „Levin, schieß bitte nicht“, erzählte Trainer Svensson, weil er die Erfolgschancen für einen Versuch aus dieser Distanz offenbar nicht besonders attraktiv fand. Doch Öztunali traf. Und Mitte der zweiten Halbzeit unterstützte Marco Reus die Mainzer dabei, eine Niederlage zu verhindern. Zunächst hatte Thomas Meunier – begünstigt durch Fehler von Moussa Niakhaté und Philipp Mwene – zum 1:1 (73.) getroffen, bevor Hack den Dortmunder Torschützen nur 38 Sekunden nach dem Ausgleich im Strafraum foulte. In diesen Minuten zeigte sich dann doch diese für einen Tabellenletzten so typische Fehlerhaftigkeit, die beinahe bittere Konsequenzen gehabt hätte. Doch Reus setzte den Strafstoß knapp neben das Tor.

          „Es war nicht alles perfekt bei diesem Auftritt, aber wir haben alles gegeben und sind als Mannschaft aufgetreten“, sagte Öztunali, nachdem Mainz 05 dem Sieg am Ende sogar näher war als der BVB. Hack traf noch die Latte (64.), Danny Latza schoss an den Pfosten (78.), und die Defensive blieb in der Schlussphase so stabil, dass die Dortmunder keine klare Chance mehr hatten. Der Lohn: ein Punkt und – zumindest bist zu diesem Sonntag: Tabellenplatz 17.

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