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5:3-Sieg gegen Bayreuth : „Knallharte“ Löwen

Freude bei den Löwen: Die Frankfurter besiegen die Bayreuth Tigers mit 5:3. Bild: Picture-Alliance

Unter Franz-David Fritzmeier gelingt den Löwen Frankfurt wieder ein Sieg. Dennoch fallen die Jubelgesten des Interimstrainers klein aus. Denn die Mannschaft muss noch deutlich nachbessern – besonders in der Defensive.

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          Als stiller Vertreter seiner Zunft trat Franz-David Fritzmeier am Sonntag nicht in Erscheinung. Der Sportdirektor der Löwen Frankfurt, der beim 5:3-Erfolg in der Zweiten Deutschen Eishockey Liga gegen die Bayreuth Tigers erstmals für den tags zuvor geschassten Trainer Olli Salo an der Bande stand, fiel aber auch nicht durch große Jubelgesten auf.

          David Lindenfeld
          (dali.), Volontär/in

          Fritzmeier fungierte vielmehr als ständiger Antreiber, der immer wieder in die Hände klatschte, sein Team während der Spielunterbrechungen motivierte und mit lauten Zurufen coachte, wenn die Kufen auf dem Eis knarzten. Der Heimerfolg nach dem 0:7-Debakel in Kassel, das Salo seinen Job gekostet hatte, war Pflicht für die Löwen, die diese Hürde entsprechend engagiert, aber glanzlos nahmen. „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Wir haben eine gute Reaktion gezeigt“, befand Fritzmeier. Eine Steigerung im Vergleich zum Derby war angesichts der desolaten Leistung in Kassel zu erwarten. Schlechter ging es schließlich nicht.

          „Wir haben den ersten Schritt gemacht“

          Dass die Partie trotz drückender Überlegenheit der Frankfurter im Mitteldrittel bis zum Schluss offenblieb, lag abermals an der schwachen Chancenverwertung der Löwen, die auch mit dem Trainerwechsel über Nacht nicht besser wurde. „Wir haben den ersten Schritt gemacht und können darauf aufbauen, haben aber noch viel Arbeit vor uns“, sagte Fritzmeier auch deshalb. Gegen einen personell dezimierten Gegner, der kompakt verteidigt und die großen Klubs gerne mal ärgert, stimmte laut des neuen Trainers die Körpersprache der Löwen, die sich beim 0:7 ergeben hatten. Das war ein klares Indiz dafür, dass es zwischen dem Team und Salo keine Bindung (mehr) gab. Weitere Erkenntnisse konnte man aus der Partie gegen den Tabellenvorletzten nicht ziehen.

          Das Heimspiel an diesem Dienstag gegen den siebtplazierten EV Landshut, der bisher eine gute Saison spielt, könnte da schon eher Stoff liefern. Gegen den Tabellennachbarn wird auch die zuletzt löchrige Abwehr der punktgleichen Löwen (Platz acht) wieder mehr in den Fokus rücken, als dies gegen Bayreuth der Fall war. Sie ist für Fritzmeier der Schlüssel zu einem gefestigteren Auftreten. „Die Defensive ist unsere Basis und der Raum vor dem Tor unser Heiligtum, in dem alles beginnt. Da darf es keine Rebounds geben, da darf keiner frei stehen, da müssen wir knallhart sein“, forderte der Coach. Gelingt das, ist für den Manager und Headcoach eines klar: „Dann haben wir nach vorne alle Möglichkeiten.“

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