https://www.faz.net/-gzn-9v074

Maximilian Eisenmenger : Der Umworbene der Löwen Frankfurt

Wohin führt der Weg des Maximilian Eisenmenger? Bild: Picture-Alliance

Schon vor einiger Zeit waren viele Klubs aus der Deutschen Eishockey Liga sind an Maximilian Eisenmenger interessiert. Doch er blieb bei den Löwen Frankfurt in der DEL2. Aktuell deutet aber vieles auf einen Abschied hin.

          2 Min.

          Als Maximilian Eisenmenger registriert, worauf die Frage abzielt, wird trotz seiner tief ins Gesicht gezogenen Kappe sichtbar, dass er sich ein Grinsen nicht verkneifen kann. Es ist nur eine kurze Reaktion des umworbenen Stürmers der Löwen Frankfurt anhand deren sich seine derzeitige Situation bestens veranschaulichen lässt. Sie zeigt, dass der 21 Jahre alte Eishockeyprofi alle Trümpfe in der Hand hält, es aber noch nicht an der Zeit ist, diese auszuspielen. „Ich denke darüber im Moment nicht nach und fokussiere mich nur auf Frankfurt“, wiegelt Eisenmenger mit Blick auf die Spekulationen um seine Zukunft im Stile eines gereiften Profis ab: „Wenn jüngere Spieler eine gute Saison spielen, kommen immer Gerüchte auf, das ist normal.“

          David Lindenfeld
          Volontär.

          Alles Routine also? Für Eisenmenger schon. Bereits während seiner ersten Zweitligasaison als Profi im vergangenen Jahr waren zahlreiche Klubs aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am in Schweden aufgewachsenen Talent interessiert. Eisenmenger entschied sich wegen der Aussicht auf viel Eiszeit aber für einen Verbleib bei den Löwen und unterschrieb einen langfristigen Vertrag – inklusive Ausstiegsklausel, die ihm einen Wechsel nach der laufenden Saison in die DEL zusichert. Gute Spieler in seinem Alter mit deutschem Pass sind dort seit der Einführung der U-23-Regelung begehrter denn je. Eisenmenger hat daher viele Optionen.

          Nach seinem starken Comeback im Anschluss an eine sechswöchige Zwangspause wegen einer Knieverletzung wird er im Ranking der DEL-Scouts noch einmal nach oben geklettert sein. Bei den Löwen spielt er seit dem Winter-Derby gegen Bad Nauheim in der ersten Reihe und überzeugt nicht nur im Unter- und Überzahlspiel immer häufiger mit seiner beeindruckenden Technik, seiner Geschwindigkeit und seinem Torriecher. Vier seiner acht Saisontreffer hat er in den vergangenen fünf Spielen erzielt. „Er hat sich top entwickelt, und er weiß, was er bei uns hat. Das Einzige, was momentan fehlt, ist die DEL“, sagt Sportdirektor Franz-David Fritzmeier: „Wenn jetzt bereits klar wäre, dass wir nächstes Jahr DEL spielen, würde er uns definitiv nicht verlassen.“

          Die Ausstiegsklausel muss Eisenmenger vor Saisonende ziehen. Da wird wohl noch nicht feststehen, ob die Löwen wegen einer möglichen Insolvenz der Krefeld Pinguine aufsteigen können oder nicht. Aktuell deutet deshalb vieles auf einen Abschied hin. Für den Sportdirektor wäre ein Wechsel in die DEL zwar ein schwerwiegender, angesichts des frühen Zeitpunkts, zu dem er feststehen würde, aber verkraftbarer Verlust. „Max ist wichtig für uns. Wir sind aber nicht von einem Spieler abhängig.“

          Eisenmengers Vorsätze für das neue Jahr ähneln den im Sport üblichen Floskeln: An die zuletzt guten Leistungen anknüpfen, als Team und auch persönlich – am besten schon im Heimspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) gegen Bayreuth. Ein weiteres Ziel, das sich Eisenmenger auch gesetzt haben dürfte, behält er aber lieber noch für sich. Nur das Grinsen kann er sich dabei ab und zu nicht verkneifen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Selbst über einen großen Abstand können Windpocken-Viren über die Luft übertragen werden - das scheint auch für die Delta-Variante zu gelten.

          US-Behörde warnt : Delta-Variante ähnlich infektiös wie Windpocken

          In einem internen Papier der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC wird davor gewarnt, wie infektiös die Delta-Variante ist. Auch von zweifach Geimpften kann demnach eine hohe Ansteckungsgefahr ausgehen.
          Offenherzig: Pilot und Beiflieger sitzen in der Breezy im Freien und atmen dank des Heckmotors frische Luft.

          Fliegen in der Breezy : Ein Flugzeug zum Selberbauen

          Carl Friedrich Schmidt ist Musiker – und begeisterter Flieger. Für seine zweite Leidenschaft hat er sich deshalb ein eigenes Flugzeug gebaut. Mit einem Bausatz von Piper, Wankelmotor und viel Hingabe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.