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Löwen in der DEL2 : Zu schwach für starke Gegner

  • -Aktualisiert am

Hat mit seiner Mannschaft eigentlich große Ziele: Bohuslav Subr Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Ausgerechnet in den Spitzenspielen zeigen die Löwen Frankfurt große Schwächen in der Defensive. Deshalb verlieren sie selbst gegen dezimierte Gegner. Ein Rückkehrer soll helfen.

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          Bohuslav Subr, Trainer der Löwen Frankfurt, wirkte konsterniert nach der knappen Niederlage bei den Ravensburg Towerstars am Sonntagabend. Wieder blieb ihm nach dem mit 3:4 nach Penaltyschießen verloren gegangenen Spitzenspiel nichts anderes übrig, als dem gegnerischen Trainer zum Sieg zu gratulieren. Der Frankfurter Misserfolg in der DEL2 war besonders ärgerlich, da die Ravensburger aufgrund von Corona-Infektionen und einer vorangegangenen Quarantäne nur mit einem sehr dezimierten Kader in das Kräftemessen gehen konnten.

          Die Löwen hingegen schickten ein großes Aufgebot mit sieben Spielern mehr auf die Eisfläche. Und seit Montag haben sie einen prominenten Spieler mehr in ihren Reihen: Adam Mitchell. Der deutsch-kanadische Profi, der in der DEL 592 Spiele bestritt und mit Hannover 2010 Meister wurde, gibt sein Comeback in Frankfurt. Der Rechtsschütze stand bereits von 2018 an für drei Spielzeiten bei den Löwen unter Vertrag. „Ein wichtiger Grund, zurückzukommen, war und ist, dass es Zeit ist, den Aufstieg zu schaffen“, sagte Mitchell. Sportdirektor Franz-David Fritzmeier freut sich, „dass Adam seine Verletzung nun vollständig auskuriert hat“. Mitchell erhielt offenbar einen Vertrag bis zum Rundenende.

          Fehlende Konstanz

          Trotz der schlechten Umstände für die Ravensburg Towerstars verpassten die Löwen ihre Chance, näher an die zweitplatzierte Mannschaft aus Baden-Württemberg heranzurücken. Die fehlende spielerische Konstanz in den wichtigen Spitzenspielen bleibt weiterhin die zentral zu lösende Aufgabe für das Trainerteam der Löwen Frankfurt. „Wir haben dreimal gegen Ravensburg gespielt und dreimal nicht konstant über 60 Minuten gutes Eishockey gespielt“, kritisierte Subr.

          Treffen die Frankfurter auf die Towerstars, so messen sich zwei sehr gute Defensivreihen miteinander. Die knappen Ergebnisse in allen Duellen im Rahmen der Hauptrunde zeugen davon: 2:3, 2:3 und nun 3:4 im Penaltyschießen lautet die ausbaufähige Bilanz aus Sicht der Löwen. Im Durchschnitt lassen sie nur 2,4 Gegentore pro Partie zu, der Ligadurchschnitt liegt bei 3,2 Gegentoren. Doch ausgerechnet im Spiel gegen die starken Dresdner Eislöwen und nun gegen Ravensburg schwächelte die Defensive der Löwen. Gegen Dresden kassierten die Frankfurter vier Treffer.

          Erfolgreicher sind die Löwen hingegen in den Spielen gegen die konterstarken Mannschaften. Die Probleme in der Konterabsicherung, die noch im Dezember vorherrschend waren, wurden in den ersten Spielen im Januar erfolgreich gelöst. Doch die Spiele gegen die individuell schlechter besetzten Mannschaften können nicht der Maßstab sein für eine Mannschaft, die sich mit den Besten messen will. „Es sind noch viele Spiele übrig, wir müssen jetzt gucken, dass wir gut durch die schwierigen Zeiten kommen, in denen viele Mannschaften vom Coronavirus beeinträchtig werden. Und einfach weitermachen“, sagt Trainer Subr.

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