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Eishockey-Krimi in Berlin : Erfolglose Aufholjagd

  • -Aktualisiert am

Trainer Gerry Fleming Bild: Imago

Die Löwen verpassen in der DEL nur knapp eine Überraschung. Nach einem 0:4-Rückstand gleichen sie zum 4:4 aus, bevor sie in der Verlängerung dem Meister doch 4:5 unterliegen.

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          15 Sekunden vor der erlösenden Schlusssirene war die Fassungslosigkeit in der Berliner Eishalle unter dem Großteil der 10. 230 Zuschauer greifbar. 4:0 hatten die Eisbären vor dem letzten Drittel vorne gelegen. Eine vermeintlich komfortable Führung. Doch die Löwen spielten einen starken Schlussabschnitt, die Eisbären hingegen ließen stark nach. So gelang Frankfurt der späte Ausgleich: mit 4:4 ging es in die Verlängerung, welche die Löwen durch einen Treffer des Berliners Melchiori verloren.

          Damit störten die Frankfurter nur kurz ein Ereignis der besonderen Art in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Statt 5000 Zuschauer wie in der Frankfurter Eissporthalle ziehen die Eisbären regelmäßig über zehntausend Zuschauer an. Und denen wird bereits vor dem Anpfiff ein Event geboten mit groß angelegter Lichterschau und gezündeten Feuerwerkskörpern.

          Effiziente Eisbären

          Aber nicht nur abseits des Eises präsentierten sich die Berliner professionell, auch auf dem Eis zeigten die Profis ihre Qualität. Kurz nach dem Ablaufen der ersten Strafzeit des jungen Löwen-Verteidigers Daniel Wirt erzielten die Berliner durch Kevin Clark den ersten Treffer (9. Minute). Doch die Hessen wollten mitspielen, das belegte die forsche offensive Gangart im ersten Drittel. Berlin konnte jedoch seine Gelegenheiten im Gegensatz zu den Löwen verwerten. Frank Mauer erhöhte vor der ersten Drittelpause auf 2:0 (18.).

          Auch im zweiten Durchgang machten die Löwen kein schlechtes Spiel, nur die Eisbären waren effizienter. Zachary Boychuk schoss den Puck mit 94 Kilometern pro Stunde zum 3:0 (28.) ins Tor von Löwen-Goalie Jake Hildebrandt. Wie im ersten Drittel musste Daniel Wirt auf die Strafbank, als er wieder aufs Eis kam, traf Giovanne Fiore zum 4:0 (32.) für die Eisbären.

          Dass die Löwen offensiv stets dranblieben, zahlte sich erst im letzten Drittel aus. Kurz nach Wiederanpfiff erzielte Magnus Eisenmenger nach guter Vorarbeit von Verteidiger Kevin Maginot das 1:4 (42.), Dylan Wruck gelang das Tor zum 2:4 (52.). Im furiosen Endspurt glich Brett Breitkreuz die Partie mit zwei Treffern (59. und 60.) aus, bevor Melchiori in der Verlängerung den Berliner Siegtreffer erzielte.

          So nahmen die Löwen einen Punkt aus der Hauptstadt mit. Sportlich ist das Wochenende für die Frankfurter zufriedenstellend verlaufen. Beim 5:2 über Iserlohn hatten die Löwen am Freitagabend den ersten Heimsieg in der DEL geholt. Und gehen die Vorstellungen der Verantwortlichen in Erfüllung, werden auch die Löwen in naher Zukunft in einer Multifunktionshalle eine große Show bieten. Auf dem Eis in Berlin ist ihnen das schon gelungen.

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