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Eishockey in der DEL2 : Löwen setzen auf ein volles Haus mit 2G

  • -Aktualisiert am

Die Zahl der Fans in der Eissporthalle soll wieder deutlich steigen. Bild: picture alliance / Augenklick/rscp

Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie kann die Frankfurter Eissporthalle restlos gefüllt werden. Grund ist die Entscheidung der Vereinsführung, von einem 3G- zu einem 2G-Modell umzustellen.

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          5:3, 5:0, 5:1 – fünfzehn Mal durften die Fans der Löwen Frankfurt bei den ersten drei Heimspielen dieser Saison in der DEL2 über Tore jubeln, dass die Halle am Ratsweg vibrierte, dazu drei Mal mit der Schlusssirene über einen deutlichen Sieg. Trotzdem scheint sicher, dass es an diesem Freitagabend noch lauter werden dürfte in der Frankfurter Eissporthalle – und das vermutlich schon bevor der Puck das erste Mal im Tor des Gegners landet.

          Denn wenn der ungeschlagene Tabellenführer der zweiten Eishockeyliga um 19.30 Uhr die Lausitzer Füchse zum Heimspiel empfängt, könnte die Spielstätte zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie restlos gefüllt sein. Grund dafür ist die Entscheidung der Vereinsführung, von einem 3G- zu einem 2G-Modell umzustellen: Nur Geimpfte und Genesene dürfen fortan von den Tribünen aus zuschauen, ein Corona-Test reicht nicht mehr aus.

          Die Löwen hatten vergeblich gehofft, dass die Landesregierung Hessen in der vergangenen Woche weitere Lockerungen mit Blick auf 3G-Konzepte beschließen würde und sie somit unter Beibehaltung ihres Modells mehr als die zuletzt zulässigen gut 3000 Zuschauer in der Halle empfangen hätten dürfen. Deshalb sei die nun erfolgte Umstellung „absolut alternativlos“ gewesen, wie die Gesellschafter Stefan Krämer und Andreas Stracke erklärten.

          Gleichzeitig sei ihnen bewusst, dass man es nicht jedem recht machen könne und habe Vor- und Nachteile abgewogen. Die Aussicht auf eine größere Unterstützung von den Rängen und vor allem auf eine dringend benötigte Erhöhung der Einnahmen aus dem Ticketverkauf könnte bei der Abwägung der Klubführung überwogen haben.

          Sie rechnen mit Kritik von den eigenen Fans. Man könne mit der reduzierten Hallenauslastung langfristig nicht wirtschaftlich kostendeckend arbeiten, hatte Krämer im F.A.Z.-Gespräch vor Saisonbeginn gesagt und damit den Schritt schon vorab begründet. „Wir hoffen, dass viele Zuschauer kommen und die Halle voll wird“, teilte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier mit.

          Die Stimmung in der Halle sei zwar schon bei den bisherigen Heimspielen gut gewesen, trotzdem erhofft er sich am Freitagabend einen besonderen Motivationsschub für seine Spieler: „Wir wollen die Energie von den Zuschauern spüren.“

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