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Eishockey : Löwen Frankfurt nur mit halber Kraft

  • -Aktualisiert am

Wie geht es weiter mit Rich Chernomaz? Bild: dpa

Sportlich lief das Wochenende für die Eishockey-Spieler der Löwen Frankfurt mit zwei Niederlagen in Derbys nicht optimal. Dazu kommt die Fragen, wie lange Rich Chernomaz noch bleibt.

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          So richtig fröhliche Stimmung wollte am Montagabend auf der internen Weihnachtsfeier beim Eishockey-Klub der Löwen Frankfurt nicht aufkommen. Zu schwach war die Leistung, die der Meister der DEL2 am vergangenen Derby-Wochenende gezeigt hatte. Einmal mehr muss man den Hessen Teilzeitarbeit vorwerfen, denn sowohl in Kassel als auch im Heimspiel gegen Bad Nauheim fingen die Löwen erst im Laufe des Begegnung an, ihr Niveau abzurufen. In den beiden Partien bei den Huskies (3:4 nach Verlängerung) sowie gegen die „Roten Teufel“ (4:5 nach Penaltyschießen) reichte es daher nur zu einem Punkt – zu wenig für die Ansprüche der Frankfurter Kufencracks. „Wir machen zu viele individuelle Fehler und gehen zu schläfrig ins Spiel,“ schimpfte Löwen-Sportdirektor Rich Chernomaz. Auf die Rückfrage, warum sein Team zum x-ten Male so schlecht in ein Spiel gestartet sei und abermals schnell 0:2 in Rückstand geriet, deutete er auf eine Traube von Spielern, die gerade den VIP-Raum betraten: „Fragen Sie die Spieler“, so seine etwas hilflose Antwort. Die Spieler selbst äußerten sich selbstkritisch: „Wir waren zum Spielbeginn nicht bereit und haben keine Zweikämpfe gewonnen. Das lag daran, dass wir zu wenig Schlittschuh gelaufen sind. Scheinbar denken wir immer noch, dass wir mit halber Kraft die Spiele gewinnen können“, so der Frankfurter Verteidiger Eric Stephan.

          In dieser Woche haben die Hessen ausreichend Zeit, an dieser laschen Einstellung zu arbeiten, denn am kommenden Wochenende sind die Löwen nur am Sonntag in Bad Tölz im Einsatz. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Denn von Sonntag an beginnt der Spielemarathon von insgesamt neun Spielen innerhalb von nur 22 Tagen. „Das ist für einen Eishockeyprofi die schönste Zeit. Jetzt gilt es zu punkten, denn in diesen Spielen wird die Basis für den restlichen Saisonverlauf gelegt“, freut sich Stephan auf die kommenden drei bis vier Wochen. Wie lange der Frankfurter Sportdirektor Chernomaz noch das sportliche Sagen am Ratsweg hat, ist weiterhin ungewiss. Es verdichten sich aber die Anzeichen, dass die Trennung beschlossene Sache ist. Lediglich der Zeitpunkt der Trennung ist noch offen, aber auch hier deutet vieles darauf hin, dass es sehr schnell gehen kann.

          Da mögliche Kandidaten als Nachfolger noch bei anderen Klubs unter Vertrag stehen, könnte dies der Grund sein, warum sich die Geschäftsführung der Löwen weiterhin bedeckt hält. Im Gegensatz zum Sportdirektor selbst, der die Diskussion um seine Person nicht nachvollziehen kann und auf die sportlichen Erfolge der vergangenen Zeit verweist. Fröhliche Stimmung sieht somit auch bei Rich Chernomaz anders aus, der inzwischen aber zu ahnen scheint, dass seine Zeit bei den Löwen Frankfurt zu Ende geht.

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