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Frankfurter Eishockey-Klub : Der Spagat der Löwen

  • -Aktualisiert am

Soll Tore gegen Frankfurt verhindern: Löwen-Schlussmann Jake Hildebrand (Mitte) Bild: picture alliance

Besser verteidigen und locker bleiben: Die Frankfurter Eishockeyspieler stehen in der DEL2 vor lauter Spitzenspielen. Die Vorfreude bei den Löwen ist groß.

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          „Jetzt stehen Spitzenspiele an“, sagte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier über die anstehenden Partien gegen die Ravensburg Towerstars und den EC Bad Nauheim. Die Vorfreude aufseiten der Löwen ist groß, denn durch mitspielende Mannschaften werden auch die Partien attraktiver, so die Hoffnung.

          Am Sonntag schien der 4:3-Sieg nach Verlängerung in einem schwierigen Spiel gegen Bayreuth erst außer Reichweite, da sich die Bayreuther vollends auf das Verteidigen konzentrierten und nur auf Konter lauerten. Frankfurt startete zwar aktiv in die Partie und ließ die Scheibe flüssig in den eigenen Reihen laufen, doch es fehlte der entscheidende Zug zum Tor. So waren es die Tigers, die durch ihren torgefährlichsten Spieler, Ville Järveläinen, nach einem Konter in der 18. Minute in Führung gingen.

          Mittel gegen die Löwen-Defensive

          Im zweiten Drittel das unveränderte Bild. Die Löwen machten Druck, ließen die Scheibe laufen, aber trafen nicht – Bayreuth (30. und 39.) schon. Wieder waren es schnell vorgetragene Angriffe, die für den Rückstand von 0:3 sorgten. „Wir trainieren jeden Tag Torabschlüsse und haben ja auch die Qualität“, sagte Sportdirektor Fritzmeier über die entsprechenden Einheiten im Übungsalltag.

          Die Löwen haben in dieser Saison schon einige Gegentreffer nach schnell vorgetragenen Angriffen der Gegner hinnehmen müssen. Individuell schlechter besetzte Mannschaften haben ein Mittel gefunden, wie die Defensive der Löwen überwunden werden kann. Eine Kehrseite des offensiv dominanten Auftritts. „Es wird erwartet, und auch wir wollen ein Feuerwerk abbrennen, aber wenn die Mannschaften nur hinten drin stehen, wird es schwer,“ sagte Fritzmeier am Tag nach dem knappen Sieg.

          Im abschließenden Drittel agierten die Löwen zumindest vor dem Tor explosiv: Innerhalb von acht Sekunden verkürzten Yannick Wenzel und Darren Mieszkowski (42.) den Rückstand. Doch erst wenige Sekunden vor dem Ende glich Rylan Schwartz (60.) das Spiel aus. Die anstehende Verlängerung beendete Dylan Wruck (61.) siegreich für die Frankfurter. Zuvor lag die Scheibe schon im Tor der Löwen, aber Bayreuth hatte zu viele Spieler auf dem Eis und bekam den Treffer nicht anerkannt.

          Fünf von sechs möglichen Punkten holten die Löwen am Wochenende, denn schon am Freitag eröffneten sie das Wochenende erfolgreich. In Weißwasser konnten die Lausitzer Füchse 3:2 besiegt werden. Neben Topscorer Rylan Schwartz trugen sich auch Marius Erk und Darren Mieszkowski in die Liste der Torjäger ein. Das zeugt davon, dass Trainer Bo Subr auf viele Spieler zurückgreifen kann, die für die Mannschaft punkten können. Ein positives Zeichen, denn der Großteil der Spiele steht den Löwen erst noch bevor.

          An diesem Dienstag kommen die Ravensburg Towerstars nach Frankfurt – eine Mannschaft, bei der die Löwen auswärts 2:3 verloren hatten. Und die Towerstars sind in einer guten Verfassung: Vier der vergangenen fünf Spiele wurden gewonnen. „Es wird ein komplett anderes Spiel, ein offener Schlagabtausch, bei dem es entscheidend sein wird, wer besser verteidigt“, prognostizierte Fritzmeier und empfahl: „Wir müssen einfach locker bleiben.“

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