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Eintracht Frankfurt boomt : Konstanz, Gespür und Mut zum Risiko

  • -Aktualisiert am

Hat gemeinsam mit Marketing-Vostand Hellmann die Weichen gestellt: Frankfurts Sportdirektor Fredi Bobic Bild: EPA

Nie war zuvor war zudem das Interesse an der Frankfurter Eintracht größer: 30.000 Dauerkarten wurden im Vorverkauf abgesetzt. Das liegt auch an der Aufstellung abseits des Rasens.

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          Zumindest abseits des Rasens hat die Eintracht eine Aufstellung gefunden, mit der sie sich für die Zukunft gewappnet fühlen kann. Dass Fredi Bobic und Axel Hellmann, die mit ihren Kontakten und Konzepten seit 2016 maßgeblich zur strategischen Neuausrichtung des Klubs beitrugen, auch in den kommenden fünf Jahren ein gewichtiges Wort mitreden werden, ist ein Signal, das in seiner Außenwirkung nicht unterschätzt werden darf. Die Bilanz des Duos, das im Vorstand durch den zurückhaltender handelnden Zahlenkenner Oliver Frankenbach ergänzt wird, ist anerkennenswert.

          Die beiden haben das richtige Gespür bewiesen, um den einstigen Zweitliga-Anwärter durch kluge Personalentscheidungen und mit Mut zum Risiko, das unter dem stärker nach tradierten Regeln agierenden Heribert Bruchhagen undenkbar gewesen wäre, zu neuem Anspruchsdenken zu verhelfen. Die Vertragsverlängerung mit Ante Rebic brachte dabei als letztes Signal weiteren Schub.

          30.000 Dauerkarten abgesetzt

          Sportlich und wirtschaftlich ist der Rückstand auf die Top-Adressen kleiner geworden. Die Frankfurter werden in diesem Jahr mit rund 150 Millionen Euro einen Umsatzrekord aufstellen; annähernd 30 Millionen Euro stehen für Neuverpflichtungen zur Verfügung, um den Kader personell zu verändern; fast 50 Millionen Euro beträgt das Gehaltsvolumen des Teams. Nie war zuvor war zudem das Interesse an der Eintracht größer: 30.000 Dauerkarten wurden im Vorverkauf abgesetzt. Längst gibt es eine Reihe von potentiellen Sponsoren, die den Pokalsieger gerne unterstützt hätten, aber eine Absage erhielten, weil nicht mehr genügend Werbeflächen zur Verfügung stehen.

          Die Neustrukturierung der Eintracht, die durch den Bau des Profi-Campus ihre Sichtbarkeit in der Stadt spürbar verbessern wird, ist mit Bobic und Hellmann in vollem Gange. Ihr Ausscheiden nach dieser Saison hätte auch Prestigeprojekte, wie die gewünschte Einflussnahme auf die Nutzung des Stadions, unterbrochen oder gar zunichte gemacht, weil neue Köpfe auch immer neue Vorstellungen mitbringen. Sollten Bobic oder Hellmann – bei einem unausschlagbaren Angebot der Konkurrenz – künftig vorzeitig gehen wollen, kann die Eintracht mit einer stattlichen Abfindungszahlung rechnen. Das macht den vom Aufsichtsrat ungewöhnlich weit in die Zukunft hinein ausgesprochenen Vertrauensbeweis plausibel. Es ist ein Zeichen von Kontinuität – und für die Eintracht ein wichtiger Fortschritt in diesem Sommer des Umbruchs.

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