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Kickers Offenbach : Regis Dorn wechselt sofort nach Rostock

  • -Aktualisiert am

Bald mit der Hansekogge auf der Brust: Regis Dorn Bild: picture-alliance/ dpa

Regis Dorn kehrt dem Bieberer Berg den Rücken. Von Abschiedsschmerz kann bei ihm keine Rede sein. „Ich wollte nach Rostock.“ Das sagte der bisherige Stürmer der Offenbacher Kickers in einem Interview auf der Internetseite von Hansa Rostock.

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          Von Abschiedsschmerz kann bei Regis Dorn keine Rede sein. „Ich wollte die ganze Zeit nach Rostock.“ Das betonte der ehemalige Fußballstürmer der Offenbacher Kickers am Dienstag in einem Interview auf der Internetseite von Hansa Rostock. Schöne Worte des Franzosen zur Begrüßung! Aber was mögen die OFC-Anhänger denken? Denn bevor der vorzeitige Weggang des Offensivspielers einen Tag vor Ablauf der Wechselfrist bekanntgegeben wurde, hatte sich Dorn in den beiden vergangenen Wochen öffentlich anders angehört. In einer Pressemitteilung der Offenbacher hieß es zunächst sogar, der Angreifer werde, wie vertraglich vereinbart, bis zum Saisonende bleiben.

          Mit Blick zurück erklärte Dorn dagegen jetzt: „Wir hatten über unsere Verhandlungen Stillschweigen verabredet.“ Durch die Neuzugänge bei den Offenbachern seien die Gespräche mit dem OFC lockerer geworden, und er habe seinem Wunsch folgen können. Am liebsten hätte der Offensivspieler wohl schon von Beginn an die Saison an der Ostsee in Angriff genommen. Denn: Im Hinspiel in Rostock das 1:0 für die Kickers erzielt zu haben „war ein komisches Gefühl für mich. Hansa wollte mich ja schon im Sommer haben, die Verantwortlichen und ich hatten das im Kopf“, meinte Dorn.

          Ein Grieche für den Franzosen

          Unterdessen muss sich der Offenbacher Trainer Wolfgang Frank keine Gedanken machen, wie er den Franzosen ersetzt. An dessen Stelle soll in Zukunft der 25 Jahre alte Anastasios Agritis treten. Seit 1999 stand der Angreifer beim Erstligaverein Aigaleo Athen unter Vertrag und kam in 150 Begegnungen auf 42 Tore. Am vergangenen Samstag bestritt der Nationalspieler in Griechenland seine letzte Partie - und wurde dabei von Michael Dämgen beobachtet. Agritis, so der Offenbacher Sportmanager, sei vom Typ her Dorn ähnlich, „er ist schnell, viel unterwegs und mit einem starken rechten Fuß ausgestattet“.

          An dem Angreifer waren in der Vergangenheit offenbar auch die großen Klubs Olympiakos Piräus, AEK Athen und Panathinaikos Athen interessiert. Doch Agritis, dessen Vertrag im Juni ausgelaufen wäre und über den sich die Kickers auch beim griechischen Nationaltrainer Otto Rehhagel informierten, erhielt nie die Freigabe. Nun müssen die Hessen eine Ablösesumme zahlen, die zwischen 100.000 und 150.000 Euro betragen soll. Finanziert wird der Transfer mit dem Geld, das der OFC aus Rostock erhält. Die Ablösesumme für den abwanderungswilligen Dorn bezeichnete Vizepräsident Thomas Kalt als „ordentlich“.

          Reich kommt unentgeltlich

          Für Marco Reich muss der Tabellensechste kein Geld an den englischen Zweitliga-Klub Crystal Palace überweisen. Seinen Vertrag auf der Insel löste der ehemalige Erstligaprofi, der 143 Spiele für Kaiserslautern, Köln und Werder Bremen absolvierte, auf. Allerdings ist sein Einsatz am kommenden Freitag im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC ausgeschlossen. Vor rund einem Monat brach sich der Offensivspieler nämlich den Unterarm. Erst Ende dieser Woche soll der Gips abkommen. Nachdem die Kölner 2001 sechs Millionen Mark Ablöse für Reich bezahlt haben sollen, war er seit 2003 nur noch in der zweiten englischen Liga aktiv, zunächst bei Derby County. Dort habe er bewiesen, dass er mit der Härte gut klarkomme, sagte Dämgen. Als zu verletzungsanfällig stufen die Kickers Reich jedenfalls nicht ein.

          Mit Torsten Oehrl von der Spielvereinigung Greuther Fürth soll noch ein dritter Offensivspieler auf den Bieberer Berg wechseln. Mit dem 21 Jahre alten Perspektivspieler streben die Offenbacher ein Leihgeschäft bis zum Saisonende an. Aus Sicht von Wolfgang Frank hat Dorn mit seinem Weggang nach Rostock die „falsche Entscheidung“ getroffen. Dazu entgegnete der Stürmer bei „Hansa online“: „Er wollte mich natürlich behalten, weil ich eine gute Rolle gespielt habe, anerkannt war. Aber mein Wille war es, Hansa zu folgen.“ Dieser Eindruck drängt sich in der Tat auf.

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