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Kickers-Nachwuchszentrum : Gute Note für den OFC

  • -Aktualisiert am

Setzen auch auf ihre Jugend: die Kickers Offenbach Bild: Picture-Alliance

„Ein Feiertag für Fußball-Offenbach“: Das Jugendleistungszentrum der Kickers steigt auf. Damit befindet sich der Viertligaklub nun quasi auf Zweitliganiveau.

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          Nun ist es amtlich: Die Offenbacher Kickers sind aufgestiegen. Nein, nicht die Regionalliga-Elf des OFC, sondern ihr Jugendleistungszentrum am Wiener Ring ist aufgestiegen. Im Vorjahr wurde das dortige JLZ durch den Deutschen Fußball-Bund als „Leistungszentrum im Aufbau“ lizenziert. Das klang damals nach einem Provisorium. Inzwischen aber sind die Kickers in die Kategorie II der Werteskala des DFB aufgerückt. Nur acht der aktuell 56 Jugendleistungszentren, die die anspruchsvollen Kriterien erfüllen, werden von Regionalligaklubs unterhalten, darunter der FSV Frankfurt.

          Mit dem Aufstieg in die Kategorie II befinden sich die momentan viertklassigen Kickers quasi auf Zweitliga-Niveau. Die 36 Vereine der Bundesliga und zweiten Bundesliga sind per Lizenzierungsstatut zum Aufbau eines Leistungszentrums für Talente verpflichtet. Während Vereine der ersten und zweiten Bundesliga von DFB und DFL für ihre Nachwuchszentren mit mindestens 500.000 Euro pro Spielzeit bezuschusst werden, müssen sich Klubs in den Ligen darunter mit einem Zehntel dieser Summe begnügen.

          „Für Fußball-Offenbach ist das heute ein Feiertag“, sagte Oberbürgermeister Felix Schwenke. Dann trat er an Ort und Stelle in Aktion, indem er den Schalter für die Inbetriebnahme einer weiteren Flutlichtanlage, der vierten im „Sana-Sportpark“, umlegte. Eine von zahlreichen Voraussetzungen zur Erlangung der Kategorie II. Die Kosten für Kommune und Kickers? In Höhe einer Luxuskarosse. Es war an diesem herbstlichen Abend die A-Jugend des OFC, der durch den OB ein LED-Licht aufging.

          Alfred Kaminski, als Leiter des Offenbacher JLZ in dieser Funktion ein Rückkehrer an den Wiener Ring, sieht den Viertligaklub mit den Voraussetzungen für die Nachwuchsarbeit „in der Mitte der zweiten Liga angekommen“. Die höhere Qualität der Ausbildung im Unterbau berge eine „gigantische Chance, unsere Jungs besser zu machen, an den Profibereich heranzuführen“. OFC-Vizepräsident Peter Roth hat im Namen des Präsidiums die Qualitätssicherung des JLZ versprochen. Eine finanzielle und ideelle Investition, wie sie nur ein Bruchteil der 90 Regionalligavereine realisiert. Außer den Offenbacher Kickers und dem FSV Frankfurt aus dem Amateurlager ist die Region mit Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und Wehen Wiesbaden mit ihren lizenzierten Jugendleistungszentren ganz schön stark aufgestellt.

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