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In Erinnerung an Johnny Heimes : „Ich musste nicht kämpfen, ich durfte“

  • -Aktualisiert am

Johnny Heimes Bild: imago/Jan Huebner

In Gedenken an Jonathan Heimes findet zum siebten Mal die Tennis-Trophy auf dem Gelände des TEC Darmstadt statt. Auf der Players Party wird Tore Meinecke der „Dumusstkämpfen“-Preis verliehen.

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          Wenn der Sommer in den Herbst übergeht, ist es Zeit für die Tennis-Trophy der gemeinnützigen GmbH „Dumusstkämpfen“ (DMK). Am kommenden Samstag findet sie zum siebten Mal auf dem Gelände des TEC Darmstadt statt, des Heimatvereins von Andrea Petković und Jonathan Heimes, dessen Leben und Geschichte die Initiative begründet hat. „Johnny“ Heimes war 2016 nach langem Kampf gegen den Krebs im Alter von 26 Jahren gestorben. In seinem Gedenken steht auch diese siebte Tennis-Trophy, und wie in den Jahren zuvor wird eine enorme Summe an Spendengeldern verteilt werden.

          Im vergangenen Jahr waren es rund 260.000 Euro, die an verschiedene Projekte flossen, darunter den Verein „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt“, der damit drei Sportwissenschaftlerinnen bezahlt, um krebskranken Kindern auf der Station der Uniklinik eine sporttherapeutische Betreuung zu ermöglichen. Weitere Spenden flossen an das KinderPalliativTeam Südhessen und das Netzwerk ActiveOncoKids. Insgesamt konnte die DMK-Initiative seit ihrer Gründung 2015 mehr als zwei Millionen Euro verteilen.

          Die Tennis-Trophy ist der Höhepunkt des „Dumusstkämpfen“-Jahres. Dabei spielen Profis, aktuelle und frühere, mit Amateuren und Freizeitsportlern, die sich über Spenden die Teilnahme gesichert haben. Gastgeberin Andrea Petković, Anna-Lena Grönefeld, Rainer Schüttler, Michael Kohlmann, Bernd Karbacher, Karsten Braasch und viele andere namhafte Profis schlugen in den vergangenen Jahren beim TEC auf.

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          Der lange Darmstädter Tennistag, an dem in diesem Jahr auch die 14 Jahre alte deutsche Jugendmeisterin im Rollstuhltennis, Ela Porges aus Seeheim, teilnehmen wird, beginnt um 10 Uhr und endet am Abend mit der Player’s Party, einer Gala, zu der rund 250 Gäste im Clubhaus des TEC erwartet werden. Traditionell wird auf der Gala der DMK-Preis verliehen, eine Ehrung, die zuletzt die querschnittgelähmte Rad-Olympiasiegerin Kristina Vogel 2019 entgegennahm. In diesem Jahr heißt der Preisträger Tore Meinecke.

          Es war der 28. Juni 1989, als Meineckes erstes Leben mit einem schrecklichen Unfall zu Ende ging. Der Hamburger Tennisprofi, damals 21 Jahre alt, hatte in Clermont-Ferrand in Frankreich ein Turnier gespielt, in der zweiten Runde gegen seinen Freund Ricki Osterthun verloren, und nun saßen sie im Auto, ein Chauffeur sollte sie zurück ins Hotel bringen. Mei­necke und sein Bruder Björn saßen hinten, nicht angeschnallt.

          35 Tage im Koma

          Vorne saß Ricki Osterthun neben dem Fahrer. Eine Ampel. Grün. Orange. Der Chauffeur gab Gas. Von links ein französischer Militärlaster. Ein fürchterlicher Knall. Meineckes Kopf schlug mit Wucht gegen den Türrahmen. Er verlor das Bewusstsein, atmete nicht mehr. Rettungskräfte reanimierten ihn, brachten ihn ins Krankenhaus. Diagnose Hirntrauma. Er wurde künstlich beatmetet, lag im Koma.

          Ob er jemals wieder aufwachen würde, jemals wieder gehen oder reden könnte, die Ärzte meinten, das könne man nicht sagen, die Zeit werde es zeigen. Nach rund vier Wochen wurde Mei­necke mit einem Hubschrauber in die Hamburger Uniklinik verlegt. Auch die Mediziner dort mochten Meineckes Familie und seiner Freundin Celine keine großen Hoffnungen machen.

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