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„Kopfstoß, Schläge, Stiche“ : Abermals ein Schiedsrichter in Hessen angegriffen

  • Aktualisiert am

Gewalt nach einer Roten Karte: Schiedsrichter Turgay Sukan berichtet von Attacken. Bild: dpa

Ein Schiedsrichter sucht nach Attacken gegen ihn die Öffentlichkeit: Turgay Sukan berichtet in mehreren Medien von Gewalt gegen ihn bei einem Kreisligaspiel. Erst vor rund drei Wochen hatte ein Fall in Hessen für Schlagzeilen gesorgt.

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          In der hessischen Fußball-Kreisliga ist es offenbar zu einem weiteren Fall von Gewalt gegen Schiedsrichter gekommen. Im Spiel zwischen SKG Rumpenheim II und Sparta Bürgel II ist Schiedsrichter Turgay Sukan nach eigenen Angaben mehrfach beleidigt, bespuckt und auch tätlich angegriffen worden. Das berichtete Sukan mehreren hessischen Zeitungen. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) verwies auf Anfrage auf ein schwebendes Verfahren.

          Demnach sei es nach einem durch Sukan gepfiffenen Elfmeter für Rumpenheim zu einer ersten Beleidigung eines Bürgeler Spielers gekommen. Nach der folgerichtigen Roten Karte hätten die Beleidigungen zugenommen, zudem habe der Spieler den Schiedsrichter bespuckt.

          Danach entwickelte sich Sukans Angaben zufolge eine Rudelbildung, in deren Folge die Situation eskaliert sei. Nach einem weiteren Platzverweis gegen einen Bürgeler Spieler sei Sukan von einem Trainer und mehreren Ersatzspielern attackiert worden. Als sich der Schiedsrichter in die Kabine retten wollte, sei er auf der Tribüne von einem verletzten Bürgeler Spieler durch einen Kopfstoß sowie mit einem Regenschirm gestochen beziehungsweise attackiert worden.

          „Auf dem Platz alleingelassen“

          „Ich liebe den Fußball. Deshalb wurde ich Schiedsrichter, als ich nicht mehr selbst spielen konnte. Aber das war der Tiefpunkt“, klagte Sukan, der bewusst an die Öffentlichkeit gegangen ist mit seinem Vorfall. „Da fragt man sich schon, warum man sich das antut. Da hätte ja leicht noch viel Schlimmeres passieren können. Auf dem Platz wird man als Schiedsrichter alleingelassen.“

          Erst vor rund drei Wochen hatte ein Fall in Hessen für Schlagzeilen gesorgt, als ein Spieler einen Schiedsrichter bewusstlos geschlagen hatte. Der Schiedsrichter musste danach ins Krankenhaus gebracht werden.

          „Das ist kein rein hessisches Problem, einzelne Vorfälle dieser Art gibt es leider überall in Deutschland, auch in Berlin oder Köln“, teilte der HFV mit: „Natürlich nehmen wir dieses Problem sehr ernst und haben zusätzlich zu den bereits bestehenden Maßnahmen schon weitere entwickelt, die wir in Kürze vorstellen werden.“

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