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Gewalt im Fußball : Kreisliga-Spieler schlägt Schiedsrichter bewusstlos

  • Aktualisiert am

Fair Play: Ein Fußballschiedsrichter der Kreisliga bekam am Sonntag zu spüren, was es bedeutet, wenn dies nicht mehr gilt. Ein Spieler des FSV Münster streckte ihn mit einem Schlag nieder. (Symbolbild). Bild: Helmut Fricke

Bei einem Fußballspiel nahe Darmstadt schlägt ein Spieler den Schiedsrichter nach einem Platzverweis nieder. Der Verein des Unparteiischen findet drastische Worte zu dieser Tat. Auch in Moers gibt es einen gewalttätigen Vorfall.

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          Nach einem weiteren Fall von Gewalt gegen Schiedsrichter im Amateurfußball hält die Diskussion über ein Umdenken und Konsequenzen an. Bei einem Kreisliga-Spiel zwischen der FSV Münster und dem TV Semd hat ein Spieler den Unparteiischen bewusstlos geschlagen. Der Referee habe ihm während der Partie im hessischen Münster die Gelb-Rote-Karte gezeigt, teilte die Polizei am Sonntagabend mit.

          Daraufhin habe der 28 Jahre alte pieler der FSV Münster den 22 Jahre alten Schiedsrichter niedergeschlagen. Nachdem er wieder bei Bewusstsein war, wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Das Fußballspiel wurde abgebrochen.

          „Können gar nicht so viel essen, wie...“

          Der Verein des bei einem Kreisliga-Spiel in Hessen von einem Spieler bewusstlos geschlagenen Fußball-Schiedsrichters hat die Attacke scharf verurteilt. „Was geht in einem Menschen vor, der Gewalt gegen seine Mitmenschen ausübt?? Wer es nicht ertragen kann, dass man sich im Sport an Regeln halten muss, der soll zu Hause bleiben“, schrieb der GSV Breitenbrunn am Montag auf seiner Homepage.

          „Fakt ist, dass wir gar nicht so viel essen können wie wir kotzen könnten“, schrieb der Verein über den Vorfall. Man werde alles dafür tun, „damit unser Schiedsrichter wieder auf die Beine kommt. Das ist das Allerwichtigste. Den Rest sollen andere entscheiden.“

          HFV „schockiert“

          Wie ein Sprecher des Hessischen Fußball-Verbandes am Montag der Deutschen Presse-Agentur erklärte, könnte in diesem Fall das Sportgericht des Kreises den Fall übernehmen, möglich sei aber auch, dass sich das Verbandssportgericht dieser Sache annehme.

          Der Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes hat die Attacke verurteilt. „Wir sind schockiert über diesen neuerlichen Vorfall körperlicher Gewalt gegen unsere Schiedsrichter in Münster“, sagte HFV-Chef Stefan Reuß am Montag. „Leider reißen die Meldungen von verbaler und körperlicher Gewalt gegen Schiedsrichter in jüngster Zeit nicht ab.“

          Der Verband werde „diese Auswüchse an Gewalt nicht tolerieren, sondern mit aller Härte und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln sportgerichtlich dagegen vorgehen“, erklärte Reuß zu dem Fall vom Sonntag.

          „Massive Strafe“ angekündigt

          „Das ist absolut inakzeptabel und natürlich extrem bedauerlich“, sagte der Fußball-Klassenleiter Theo Greiner dem „Darmstädter Echo“ (Online-Ausgabe). „Das macht mich wirklich sehr betroffen.“ Der Spieler müsse nun mit einer „massiven Strafe“ rechnen.

          Der Berliner Verband hatte am vergangenen Wochenende wegen der zunehmenden Gewalt gegen Schiedsrichter alle Spiele einschließlich der Berlin-Liga abgesagt. Allein auf den Fußballplätzen der Stadt wurden in der aktuellen Saison 53 Fälle von Übergriffen gegen Unparteiische registriert.

          Ein Vater ist derweil bei einem B-Jugend-Fußballspiel seines Sohnes in Moers auf den Platz gestürmt und hat einem gegnerischen Spieler (15) mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, kam der Jugendliche mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.

          Der 48-Jährige habe sich am Sonntagmittag bei der Partie zwischen dem Moerser SV Schwafheim 1 und dem Krefelder TSV Bockum 2 über die aggressive Spielweise des 15-Jährigen aufgeregt, teilte die Polizei Wesel am Montag mit. Der Vater aus Krefeld bekam eine Anzeige wegen Körperverletzung, der Junge erlitt eine Platzwunde an der Lippe. Zu dem Spiel waren 40 Zuschauer gekommen.

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