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Regionalliga : Kickers hoffen weiter

  • -Aktualisiert am

Kandidat als Coach beim FSV Frankfurt: der frühere Offenbacher Angelo Barletta Bild: Picture-Alliance

Die Offenbacher hegen die Hoffnung, dass auch Platz zwei reichen wird, um in die dritte Profiliga aufsteigen zu können. Der FSV Frankfurt steht vor der Verpflichtung eines neuen Trainers.

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          Der FSV Frankfurt steht kurz vor der Verpflichtung eines neuen Trainers. „Ich gehe davon aus, dass wir final weiterkommen werden an diesem Wochenende“, sagte der Sportliche Leiter Thomas Brendel der F.A.Z. Der 44-Jährige gibt seinen Posten als Cheftrainer nach dieser Fußballsaison in der Regionalliga Südwest auf eigenen Wunsch hin ab und wird sich in Zukunft auf die Aufgabe des Sportlichen Leiters konzentrieren. In dieser Funktion habe er aktuell „zwei bis drei Trainerkandidaten“ zur Auswahl, mit denen sich der Verein „intensiv beschäftigen“ würde, so Brendel.

          Einer davon könnte der ehemalige Bornheimer Zweitligaprofi Angelo Barletta sein. Der heute 44 Jahre alte Trainer war im Dezember 2020 vom Ligarivalen Offenbacher Kickers freigestellt worden. Der gebürtige Hanauer hatte in der jüngeren Vergangenheit schon einmal zum Kandidatenkreis in Frankfurt gehört. Brendel wollte zu Namen keine Stellungnahme abgeben. „Wir brauchen jemand, der sich bei uns direkt integrieren kann und der keine großen Anlaufschwierigkeiten hat“, sagte er nur.

          Derweil hat Arif Güclü seinen Vertrag beim Tabellensechsten bis zum 1. Juli 2022 verlängert. Der 28-Jährige erzielte in dieser Saison bislang 14 Tore in 33 Regionalliga-Spielen und kam auf drei Torvorlagen. Damit liegt der erfolgreichste FSV-Angreifer, der mit seiner Mannschaft an diesem Samstag (14 Uhr) den Bahlinger SC empfängt, in der Torjäger-Rangliste auf Platz elf. „Arif ist bei uns ein absoluter Stammspieler, der mit seinen Toren gezeigt hat, wie wichtig er für uns ist“, sagte Brendel.

          Dessen Offenbacher Trainerkollege Sreto Ristic wird die Kickers auch in der kommenden Saison anleiten. Seit Anfang Januar holte der Nachfolger von Barletta auf dem Bieberer Berg mit dem OFC 48 Zähler in 21 Punktspielen. Das entspricht der Bilanz eines Aufstiegskandidaten. Trotzdem belegen die Kickers aktuell nicht den einzigen Aufstiegsplatz in der Südwestgruppe, weil sich Spitzenreiter SC Freiburg II zuletzt keine Ausrutscher geleistet hat. Nach 36 von 42 Spieltagen weist die Freiburger Bundesliga-Reserve fünf Punkte Vorsprung vor dem OFC auf. Für die Kickers steht jetzt an erster Stelle, Platz zwei zu behaupten. Was schwierig genug wird, liegt der Dritte Elversberg, bei dem der OFC an diesem Samstag (14 Uhr) antritt, doch nur zwei Punkte hinter den Kickers.

          Die Offenbacher haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass am Ende womöglich auch Platz zwei reichen wird, um in die dritte Profiliga aufsteigen zu können. Sie argumentieren damit, dass sie im Gegensatz zur Regionalliga Nord und zur Regionalliga Nordost – beide Ligen wurden coronabedingt vorzeitig abgebrochen – eine komplette Spielzeit mit entsprechendem Erfolg absolviert haben werden. Würden die Kickers, die aktuell 74 Punkte haben, alle sechs verbleibenden Saisonspiele gewinnen, kämen sie auf einen Schnitt von 2,24 Punkten pro Partie. Hielte sich Freiburg bis zum Schluss an der Tabellenspitze, wäre der OFC in diesem Fall der beste Tabellenzweite seit Einführung der Regionalliga Südwest 2012/2013.

          Update: 0:3 – OFC verliert Spitzenspiel

          Die Offenbacher Kickers müssen den Aufstieg in die dritte Fußball-Profiliga wohl abhaken. Am Samstag unterlag der OFC im Spitzenspiel der Regionalliga Südwest auswärts Elversberg 0:3. Der Rückstand der Kickers auf den Tabellenführer SC Freiburg II beträgt nun acht Punkte. Außerdem hat die Bundesliga-Reserve noch ein Spiel weniger ausgetragen.

          Zu allem Überfluss verloren die Offenbacher auch Platz zwei an Elversberg, das nun einen Punkt mehr als der OFC hat und seit mittlerweile 15 Spielen ungeschlagen ist. Der Elversberger 1:0-Führungstreffer ba­sier­te auf einem Eigentor (38.) von OFC-Rechtsverteidiger Marco Fritscher, der den Ball ohne Bedrängnis ins eigene Tor köpfte. Mit dem 2:0 (50. Minute) für Elversberg erfolgreich war Luca Dürholtz, das 3:0 (79.) erzielte Nico Karger. Es war die erste Niederlage für die Offenbacher nach davor zehn ungeschlagenen Spielen.

          Der FSV Frankfurt hingegen hat sein Heimspiel gegen den Bahlinger SC 4:2 gewonnen und sich auf den fünften Tabellenplatz verbessert. Santiago Fischer hatte die Bahlinger mit einem Foulelfmeter 1:0 (25.) in Führung gebracht. Zehn Minuten später erhöhte Amir Falahen mit einem Kopfball auf 2:0. Frankfurts Torjäger Arif Güclü gelang der Anschlusstreffer zum 1:2 (41.), bevor Kelati nach 46 Minuten zum 2:2 ausglich.

          Die Treffer zum 3:2 und 4:2 (69. und 83.) erzielten Jesse Sierck und Fabian Burdenski. Unterdessen soll Anfang dieser Woche die Entscheidung über den neuen FSV-Trainer für die kommende Saison fallen. Topkandidat ist offenbar der ehemalige Bornheimer Zweitliga-Profi Angelo Barletta, der Gespräche mit dem FSV bestätigte. „Das wäre eine tolle Sache für mich. Ich würde mich freuen, wenn der FSV mir das Vertrauen schenken würde“, sagte Barletta am Samstag der F.A.S. (die.)

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