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Eintracht Frankfurt : Fehlstart beim Frauen-Projekt

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Schwache Leistung: Bisher konnten die Eintracht-Frauen nicht überzeugen. Bild: dpa

Die Eintracht-Frauen steigen hoffnungsvoll in die Saison ein. Doch eine Schwächeperiode lässt an der Leistung der Mannschaft zweifeln. Denn Kampfeswillen und Einsatzkraft allein reichen nicht aus.

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          Eine völlig neue Denkweise sei im Sommer eingezogen, sagen sie bei den Frauen der Frankfurter Eintracht. Der Adler auf dem Trikot gibt ein Gefühl neuer Größe, einen Schub an Selbstbewusstsein nach Jahren als FFC im Bundesliga-Mittelfeld. Sie sind nun Teil von etwas Größerem. Dies spiegelt sich aber bisher nicht in den Leistungen wider, von sportlicher Größe kaum eine Spur. Und noch weiß niemand, ob Eintracht-Fans auch Interesse an der Neuerwerbung des Klubs haben werden. Bislang ist in dieser Saison pandemiebedingt noch keine einzige Eintrittskarte für die Heimspiele im schmucken Stadion am Brentanobad in den freien Verkauf gegangen. Sportlicher Erfolg dürfte sich gewinnbringend auf die Akzeptanz im neuen SGE-Heim auswirken.

          Nur der bleibt seit einigen Wochen schon aus bei der hochgewetteten Mannschaft von Cheftrainer Niko Arnautis. Nur ein Sieg aus den vergangenen fünf Partien kennzeichnet eine nicht für möglich gehaltene Schwächeperiode. Zumal die Hinrundenduelle gegen die beiden Topteams und Meisterschaftsanwärter VfL Wolfsburg und Bayern München noch kommen – und zwar an den kommenden beiden Spieltagen.

          Rückstand auf Platz drei wächst

          Es gehört nicht viel Phantasie dazu, zu prognostizieren, dass die Frankfurterinnen in diesen beiden Partien leer ausgehen werden. Es drohen elf Punkte Rückstand auf den für den Champions-League-Start berechtigenden Platz drei, den Turbine Potsdam innehat. Die 0:1-Heimniederlage im Traditionsduell gegen die Brandenburgerinnen am Freitagabend ist vor diesem Hintergrund doppelt schmerzlich. Chefcoach und Kapitänin versuchten zwar, die Schlappe gegen einen schwer zu bespielenden Gegner zu beschönigen, indem sie von Überlegenheit und gar Dominanz der SGE sprachen.

          Um diese Meinung zu teilen, brauchte es aber schon sehr wohlwollende Blicke auf das Geschehen. Denn Fakt ist, dass den Frankfurterinnen in 93 Minuten nur ein Angriff gelang, der bis zum Abschluss durchdacht, strukturiert und mit Tempo durchgespielt worden ist. Der Gegentreffer bei dieser misslungenen Standortbestimmung resultierte aus fahrigem Abwehrverhalten. Fakt ist: Die hochveranlagte Eintracht-Mannschaft agiert aktuell deutlich unter ihren Möglichkeiten.

          Kampf und Einsatzkraft zeichnen die Frankfurterinnen aus, die können sie immer abrufen. Aber wenn es darum geht, den Grundtugenden ein „plus X“ hinzuzufügen, mehr Kreativität und eine spielerische Linie freizulegen, dann fehlt noch einiges. Es gilt, die Errungenschaften der vergangenen Monate nicht geringzuschätzen: eine geräuschlose Fusion zwischen FFC und Eintracht, die Verpflichtung von Nationaltorhüterin Merle Frohms, die feste Zugehörigkeit der beiden Youngster Laura Freigang und Sophia Kleinherne zum deutschen A-Kader. Im sportlichen Tagesgeschäft aber hat das Frauen-Projekt der Eintracht einen Fehlstart hingelegt.

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