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Frauenfußball : 1. FFC Frankfurt stimmt Fusion mit Eintracht zu

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Gast bei der FFC-Mitgliederversammlung: Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic (links), im Hintergrund Siegfried Dietrich Bild: Picture-Alliance

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic ist Mitglied der ersten Stunde und nun auch Wegbereiter der Auflösung des 1. FFC Frankfurt. Künftig machen beide Vereine im Frauenfußball gemeinsame Sache.

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          Den Mittwochabend verbrachte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic bei der Mitgliederversammlung des 1. FFC Frankfurt. Als die 126 anwesenden Mitglieder der für den Sommer 2020 angestrebten Fusion der beiden Klubs zugestimmt hatten, richtete Bobic noch ein paar Worte an das Auditorium. Und zog dabei ein kleines Kärtchen aus der Tasche – seinen FFC-Mitgliedsausweis, der schon diverse Umzüge überdauert hat. Der 48-Jährige ist quasi Mitglied der ersten Stunde.

          FFC-Manager Siegfried Dietrich und die einstige Frankfurter Nationalspielerin Doris Fitschen waren mal gemeinsam mit dem damaligen Topstürmer bei einer Veranstaltung einer Stuttgarter Fußballschule. Und kurz darauf, im Januar 1999, war Bobic Mitglied Nummer elf des frisch gegründeten Frauenfußballvereins. Die Ironie dieser Geschichte: Bobic ist Mitglied von Beginn an und nun auch Wegbereiter der Auflösung des 1. FFC Frankfurt.

          Dieser Prozess ist bei der Mitgliederversammlung, zu der Medienvertreter nicht zugelassen waren, weiter angeschoben worden. Die FFC-Mitglieder stimmten „verschiedenen, für die Fusion wichtigen Satzungsänderungsanträgen und Beschlussfassungen mit überwältigender Mehrheit zu“, hieß es in einer Mitteilung. In einer weiteren Versammlung im kommenden Frühjahr – der letzten der Vereinsgeschichte – müssen die Mitglieder noch offiziell der Auflösung des 1. FFC Frankfurt, der am Freitagabend auf den FC Bayern München trifft (19.15 Uhr, Stadion am Brentanobad), zustimmen.

          Bis dahin haben die Verantwortlichen beider Klubs nun Zeit, die Übertragung des FFC-Spielbetriebs auf die Eintracht Frankfurt Fußball AG und den Eintracht Frankfurt e.V. vorzubereiten. Geplant ist, dass das Bundesligateam und die zweite Mannschaft (aktuell auf einem Zweitliga-Abstiegsplatz) in die AG überführt werden und die restlichen FFC-Teams in den e.V.

          „Ich freue mich sehr, dass nun die Weichen für die nächsten Verhandlungs- und Abstimmungsprozesse mit Eintracht Frankfurt gestellt sind und wir in ,Eintracht‘ die nächsten wichtigen operativen und juristischen Schritte für die Fusion in Angriff nehmen können“, sagte Dietrich, der eine „positive Aufbruchstimmung“ registrierte. Geplant sei, dass alle Spielerinnen und Mitarbeiter des FFC mit unter das Dach der Eintracht wechseln. Damit würde der FFC, der einst aus der SG Praunheim hervorging, nach 21-jährigem Bestehen als eigenständiger Frauenfußballverein von der Bildfläche verschwinden.

          Erklärtes Ziel ist es, von der kommenden Saison an als Frankfurter Eintracht aufzuschließen zu den Spitzenklubs der Bundesliga. Mit welcher finanziellen Power Dietrich, der künftig Generalbevollmächtigter für den Frauenfußball bei der Eintracht sein soll, dafür ausgestattet wird, ist noch nicht bekannt. Auch verlieren durch die Abwicklung des FFC alle Verträge der Spielerinnen des aktuellen Kaders ihre Gültigkeit und müssen neu verhandelt werden. Neben Dietrich soll bei der Eintracht auch ein noch einzustellender Sportlicher Leiter für die Geschicke im Frauenfußball verantwortlich sein.

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