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Laufevent „Frankfurter Runden“ : Eine Botschaft für den Breitensport

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Hier geht die Strecke auch entlang: Blick auf Hafenpark und Europäische Zentralbank im Osten Frankfurts Bild: Lando Hass

Am Sonntag geht mit den „Frankfurter Runden“ ein neues Laufevent am Main an den Start. Es richtet sich explizit an Hobbysportler. Der Organisator ist ein bekanntes Gesicht aus der deutschen Läuferszene.

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          Jogger am Frankfurter Mainufer müssen momentan besonders aufpassen, die Augen geradeaus statt auf die eindrucksvolle Frankfurter Skyline zu richten. Andernfalls könnten sie schnell mit anderen Sportlern kollidieren, die sich gerade an einem „Reverse Lunge“ oder einem „Lizard Twist“ versuchen. Wer mit diesen Begrifflichkeiten nichts anfangen kann, sei beruhigt, denn die Übungen, die für die zehn kuratierten Work-out-Stationen entlang des Mains konzipiert wurden, sind digital jederzeit abruf- und nachvollziehbar.

          Das Frankfurter Wirtschaftsdezernat hatte das Projekt unter dem Namen „Frankfurter Runde“ im Frühjahr ins Leben gerufen. Die beliebte Laufstrecke entlang des Mainufers zwischen Main-Neckar- und Osthafenbrücke, vorbei an der Europäischen Zentralbank und am Hafenpark, sollte stärker beworben werden und breitere Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung bieten. Aus der zehn Kilometer langen „Frankfurter Runde“ werden nun an diesem Sonntag erstmals die „Frankfurter Runden“, ein Laufevent, bei dem Teilnehmer eine Strecke von bis zu 50 Kilometern, also fünf Runden, im Wettkampf zurücklegen können.

          Nachdem die Corona-Pandemie die Veranstalter der großen deutschen Laufveranstaltungen abermals zu Absagen zwang, hat sich in Frankfurt eine Gruppe von Laufenthusiasten zusammengetan und das Konzept entwickelt. An dessen Spitze steht mit Björn Steinmetz ein bekanntes Gesicht aus der deutschen Läuferszene. Der langjährige Geschäftsführer der Ironman Germany GmbH ist offizieller Veranstalter des Events, das sich explizit an Hobbysportler richtet: „Unser Ziel ist in erster Linie, den Breitensport zu fördern“, sagt Steinmetz, der den Lauf auch deshalb nicht als Konkurrenzveranstaltung zum Frankfurt Marathon sieht, welcher in diesem Jahr nicht stattfindet. Die Zeit während der Pandemie habe zu einem Umdenken geführt: „Wir haben gemerkt, dass wir andere Formate brauchen. Wir wollen zeigen, dass Ausdauersport eine Bühne verdient hat.“

          „Es sind noch Plätze frei“

          Das Gebiet um den Main eigne sich dafür nicht nur aufgrund der schönen Kulisse, sondern auch, weil hier kaum Verkehr beeinträchtigt und Anwohner belästigt würden. Trotzdem hätten die Verhandlungen mit den zuständigen Ämtern bei der Stadt Zeit gekostet: „Das ist normal, da sind viele Personen beteiligt. Da müssen vorab die Weichen gestellt werden“, sagt Steinmetz. Als es so weit war, blieb den Organisatoren wenig Zeit. Nur drei Wochen konnten sie das Event bewerben, trotzdem haben sich etwa 500 Läufer und Läuferinnen angemeldet. Sie erwarten professionelle Bedingungen, Verpflegungsstationen und Zeitmessung inklusive. Start und Ziel ist die Weseler Werft.

          Die „Frankfurter Runden“ sind das erste und vermutlich auch letzte große Laufevent dieses Jahres am Main. Als Ersatzveranstaltung will Steinmetz das Projekt allerdings nicht verstanden wissen: „Das ist eine langfristige Idee. Im Mai oder Juni 2022 soll es einen Folgetermin geben.“ Dann sollen noch deutlich mehr Teilnehmer dabei sein. Kurzentschlossene müssen aber nicht bis zum Frühjahr warten, Nachmeldungen sind noch bis Sonntagmorgen möglich. „Es sind noch Plätze frei. Je mehr sich anmelden, desto besser ist die Botschaft für den Breitensport“, sagt Steinmetz. Zur Anmeldung geht es hier.

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