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Frankfurt Skyliners : Die richtige Antwort

  • -Aktualisiert am

In Bestform: Pascal Roller. Bild: Wonge Bergmann

Es war ein erstaunlicher Abend in der Frankfurter Ballsporthalle. Vier Tage war es gerade her, dass die Basketballprofis der Frankfurt Skyliners am Boden zerstört waren. Am Mittwoch Abend kamen die Skyliners zurück.

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          Es war ein erstaunlicher Abend in der Frankfurter Ballsporthalle. Vier Tage war es gerade her, dass die Basketballprofis der Frankfurt Skyliners am Boden zerstört waren. Alle Hoffnungen, auf einem ähnlichen Niveau wie der Meister aus Bamberg zu sein, waren mit einem Schlag in Illusionen zerstoben. Das 63:81 in der Bundesliga gegen den Tabellenführer aus Oberfranken war so ernüchternd, dass die Gefahr von nachhaltigen Nebenwirkungen bestand. Doch dem war nicht so. Am Mittwoch Abend kamen die Skyliners zurück – selbstbewusst, gestärkt, konzentriert und für den Gegner im Viertelfinale des Pokals, die Baskets aus Bonn, unerreichbar.

          Das 93:64, das die Hessen gegen die in vieler Hinsicht überforderten Rheinländer erzielten, brachte die Skyliners von ganz weit unten senkrecht nach oben. „Dieser Sieg gibt uns Zuversicht und neues Selbstvertrauen“, sagte der Frankfurter Cheftrainer Gordon Herbert nach dem Triumph, mit dem sich seine Mannschaft die Startberechtigung beim Top-Four-Turnier um den Pokal sicherte. Am ersten Wochenende im April treten die Skyliners nun in Bamberg zum Finalturnier an. Die Gegner dort: Bamberg als Ausrichter, die Artland Dragons aus Quakenbrück, die am Mittwochabend überraschend Alba Berlin aus dem Rennen warfen, und die Phantoms Braunschweig, die im Viertelfinale Oldenburg schlugen. Mit welchem dieser Teams es die Frankfurter im Halbfinale zu tun bekommen, wird am 19. Februar beim Bundesligaspiel zwischen den Artland Dragons und Baskets Bamberg ausgelost.

          Der Erfolg und der Einzug ins Finalturnier kommen zur rechten Zeit

          Ein paar Tage vor dem Pokalspiel hatte Pascal Roller nach der Niederlage gegen Bamberg am Spielfeldrand gestanden und war sich seiner Gefühlslage selbst nicht so ganz sicher. Bester Werfer und einer der besten Spieler der Partie war er gewesen – für persönliche Freude aber fehlte der Sieg. Nach dem Spiel gegen Bonn waren die Dinge eindeutiger. Wieder war Roller der beste Werfer seiner Mannschaft. Zwanzig Punkte hatte der Frankfurter Kapitän zum Erfolg beigetragen, seine Trefferquote aus der Distanz war famos: Sechs von acht Würfen bekam er im Korb unter, so treffsicher war Roller schon lange nicht mehr. „Etwas gedämpft“ sei die Stimmung in der Mannschaft während der Tage nach der Niederlage gegen Bamberg gewesen. Das hatte sich am Mittwoch mit einem Schlag geändert. Strahlende Augen, lachende Gesichter, Siegesgesten – die Skyliners waren wieder da.

          Der Erfolg und der Einzug ins Finalturnier kommen dennoch zur rechten Zeit. Bei der Suche nach einem Hauptsponsor dürfte der Sieg alles andere als ein Hindernis sein. „Immerhin können wir in Bamberg einen von zwei Titel gewinnen, die im deutschen Basketball vergeben werden“, sagte Gunnar Wöbke. Für den Skyliners-Manager war der Sieg über Bonn „die richtige Antwort zur rechten Zeit “. Andere Antworten stehen freilich noch aus: Wird Roger Powells im Februar auslaufender Vertrag trotz seiner Verletzung verlängert? Cheftrainer Herbert wirkte am Mittwoch schon fast ein wenig skeptisch diesbezüglich. Bei dem mit einem doppelten Jochbeinbruch verletzten Amerikaner stünde die endgültige Diagnose der Ärzte noch aus, sagte Herbert. „Und außerdem gibt es noch die ungelöste Sponsorenfrage.“ Bleibt sie unbeantwortet, müssten die Frankfurter für den Rest der Saison wohl ein Sparprogramm beginnen. So ist es durchaus möglich, dass die Frankfurter ohne Powell und auch ohne weitere Verstärkung den Rest der Saison bestreiten müssen. Bis Ende Februar, wenn die Wechselfrist in der Bundesliga beendet sein wird, müssen Antworten gegeben werden.

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