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Basketball-Bundesliga : Der doppelte Kampf der Skyliners

Wer darf künftig in die Halle bei den Skyliners? Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Das Frankfurter Basketball-Team wünscht sich wie andere hessische Profiklubs mehr Zuschauer. Mit der Eintracht wird der Klub beim Ministerpräsidenten vorstellig. Dabei kann er gerade nicht spielen.

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          An dem Videogespräch mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) haben die Verantwortlichen der Fraport Skyliners zu Beginn dieser Woche nicht teilgenommen. „Aber wir waren involviert und informiert“, sagt Skyliners-Geschäftsführer Yannick Binas. Im Sinne des Frankfurter Basketball-Bundesligavereins machten sich Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann, „Lilien“- Präsident Rüdiger Fritsch sowie Björn Seipp (Geschäftsführer HSG Wetzlar) im Dialog mit Bouffier für eine angemessene und vertretbare Fanrückkehr in die Stadien und Hallen stark.

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          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Hellmann hatte be­reits im November 2020 anlässlich der Ver­ordnung von Geisterspielen aufgrund der Corona-Pandemie von „Symbolpolitik“ gesprochen und einen „sachgerechten Umgang mit der Situation“ angemahnt. Ziel der hessischen Profiklubs ist es, ihre Spielstätten trotz rasant steigender Corona-Fallzahlen demnächst wenigstens wieder zu 25 Prozent auslasten zu können. Die Profiklubs verweisen darauf, mit Hygienekonzepten bewiesen zu haben, in der Krise verantwortlich zu handeln.

          Bei einer 25-prozentigen Stadionauslastung hätten 12 500 Zuschauer Zutritt zur WM-Arena. Momentan darf die Eintracht aber nur 1000 Anhänger reinlassen. Die Skyliners hätten für ihr Heimspiel an diesem Sonntag gegen Würzburg 250 Anhänger in der Ballsporthalle (Fassungsver­mögen: 5000 Besucher) begrüßen dürfen. Aufgrund von fünf Corona-Fällen in der Mannschaft musste die Begegnung aber ver­legt werden. Bei welcher Zuschauerzahl sich ein Heimspiel für die Skyliners rechnet, vermag Binas nicht genau zu sagen.

          Refinanzierung durch Tickets

          Er geht jedoch davon aus, dass bei rund 2000 Zuschauern wirtschaftlich eine „richtig schwarze Null“ herauskäme. Auch die in dieser Saison bereits möglich gewesenen 1400 Zuschauer „würden uns mehr helfen als 250“, sagt der Geschäftsführer. „Und ob wir 1440 oder 250 Zuschauer haben, ist im Prinzip egal.“ Die nötigen Abstände auf den Tribünen würden in beiden Fällen eingehalten werden können. Dafür garantiere das „mit sehr viel Arbeit erstellte und mit Fachleuten abgesprochene“ Hygienekonzept der Skyliners. „Bei allem Verständnis für die Pandemieeinschränkungen fehlt uns gegebenenfalls das Verständnis, wa­rum die Zuschauerzahl noch weiter eingeschränkt werden muss“, sagt Binas.

          Auch für die Skyliners sind die Ticketeinnahmen ein wichtiger Teil der Refinanzierung. Vor der Corona-Pandemie betrug der Gesamtetat des Klub jeweils rund fünf Millionen Euro. Heute ist er um 30 Prozent zurückgegangen. „Pro Saison haben wir etwa 1,5 Millionen Euro an Rückgang aus überwiegend Ticketeinnahmen“, sagt Binas. Finanziell sei es eine Herausforderung. Die neuerlichen Zuschauerbeschränkungen würden nun „wieder etwas sehr reinhauen“ – so formuliert es der Ge­schäftsführer und betont, dass die Skyliners „definitiv auf Corona-Hilfen angewiesen“ seien. Eine Insolvenzgefahr bestehe bei den Frankfurtern jedoch nicht. „Da­für sind wir zu solide aufgestellt.“

          Auch die Lage auf dem Parkett wird für die Skyliners immer anspruchsvoller. Der Klub ist nun bereits mit drei Bundesligaspielen in Verzug. Momentan trainieren die gesunden Spieler höchstens zu zweit. Trotz zahlreicher Spielausfälle in der Liga in den vergangenen Wochen befürchtet Bi­nas aktuell keinen Abbruch der Hauptrunde. „Doch jedes Spiel, das man vor sich herschiebt, macht es schwieriger“, sagt er.

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