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Basketball : Abstiegskampf einmal anders bei den Skyliners

  • -Aktualisiert am

Trainer Sebastian Gleim steht bei den Skyliners nicht zur Disposition. Bild: Picture-Alliance

Unter extremem Druck sehen sich die Fraport Skyliners im Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga offenbar nicht, denn bisher verhalten sie sich auf dem Transfermarkt zögerlich. Anders sieht es bei der Reserve aus.

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          Es geht bergauf für die Fraport Skyliners – aber nur für Zweitvertretung des Basketball-Bundesligavereins. In der Pro B, die hinter der Pro A die zweite Division in der zweiten Liga ist, haben sich die Juniors auf den letzten Play-off-Rang acht vorgearbeitet. Nach drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen gehören die Frankfurter Talente aktuell nicht mehr zu den am meisten gefährdeten Teams im Abstiegskampf. Ihren Teil zum Aufschwung beigetragen haben die beiden Neuzugänge Bruno Peric (Aufbauspieler, 24 Jahre) aus Kroatien und Noah Kamdem (Power Forward, 21). Im Duell mit den „Basketball Löwen“ aus Erfurt (94:81) unterstützte außerdem Bundesligaspieler Richard Freudenberg mit 25 erzielten Punkten tatkräftig die Nachwuchsmannschaft. Sie soll auf keinen Fall aus der Spielklasse ausscheiden.

          Sportlich in Not sind weiterhin die Erstliga-Profis der Skyliners, die sechs ihrer vergangenen sieben Begegnungen abgegeben haben. Als Viertletzter weisen sie bei 15 ausstehenden Ligaspielen nur drei Siege mehr auf als das Schlusslicht Mitteldeutscher BC (MBC), das mit 4:30 Punkten den einzigen Abstiegsplatz belegt. Der MBC und jüngst auch der Vorletzte Baskets Bonn (6:28) haben jeweils ihre Trainer ausgetauscht, nicht zu vergessen die vielen Nachverpflichtungen in beiden Fällen. Der Aufsteiger aus Hamburg (6:26), der direkt hinter den Hessen rangiert, hat sich ebenfalls reichlich auf dem Spielermarkt bedient, um die Gefahr des sofortigen Wiederabstiegs zu minimieren.

          Die Skyliners hingegen verhalten sich in ihrer Bedrängnis untypisch: Ihr mit 35 Jahren junger Trainer Sebastian Gleim steht nicht zur Disposition. Und ihren Kader aufgerüstet haben sie auch nicht. Darius Carter ersetzte zwar auf der großen Position Adam Waleskowski, und Aufbauspieler Joe Rahon kam anstelle von Anthony Hickey ins Team. Nur als Verstärkungen erwiesen sich die beiden Amerikaner bisher nicht. Rahon fehlen der Wurf und der Zug zum Korb, und Carter mangelt es an physischer Durchsetzungsstärke. Und wenn wie am vergangenen Sonntag gegen Bamberg (76:87) der 2,12 Meter lange Center Leon Kratzer und der 2,04 Meter große Flügelspieler Freudenberg verletzungsbedingt ausfallen, haben die Hessen mit Carter (2,01 Meter) und Shaquille Hines (2,03) lediglich zwei Spieler mit Gardemaß in ihren Reihen. Zu wenige, um gegen physisch starke Mannschaften dauerhaft dagegenhalten zu können.

          Unter extremem Druck sehen sich die Skyliners im Abstiegskampf offenbar nicht, denn bisher verhalten sie sich auf dem Transfermarkt zögerlich. Vielleicht vertrauen sie darauf, dass der MBC seine dramatische Niederlagenserie fortsetzt. Zudem wähnen sich die Frankfurter, die am kommenden Sonntag (15 Uhr) Crailsheim empfangen, für gut genug, um in Bestbesetzung noch das eine oder andere Spiel für sich entscheiden zu können. Ihre Saisonziele können sie ohnehin kaum mehr erreichen. Im Pokalwettbewerb sind sie im Achtelfinale ausgeschieden. Und das Erreichen der Play-off-Runde ist unter den gegebenen Umständen in weite Ferne gerückt.

          Einen Lichtblick gibt es: Der 23 Jahre alte Leon Kratzer wurde zum ersten Mal in seiner Karriere in das Aufgebot der A-Nationalmannschaft berufen. Bundestrainer Henrik Rödl nominierte den Center für die beiden EM-Qualifikationsspiele am 21. Februar in Vechta gegen Frankreich und am 24. Februar in Newcastle gegen England. „Für mich geht wirklich ein Traum in Erfüllung“, sagte Kratzer.

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