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Frankfurter Basketball-Klub : Garanten nun gegen Göttingen

Gehen konzentrierter zur Sache: Skyliners-Spieler Völler, Mobley, Schoormann und Robertson (v.l.). Bild: Imago

An der Freiwurflinie gehen die Skyliners konzentrierter zur Sache – auch dank eines Kinderspiels im Training. Nun wollen sie ihren Aufwärtstrend fortsetzen und für ein Novum sorgen.

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          Den Frankfurter Aufschwung beim Abschluss dokumentieren diese Zahlen: Mit durchschnittlich 78,9 erzielten Punkten in den ersten zehn Basketball-Bundesligaspielen zählen die Fraport Skyliners nicht mehr zu den drei offensivschwächsten Teams der Spielklasse.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          In der durch die Corona-Pandemie verkürzten Hauptrunde der Vorsaison waren es im Schnitt noch 75,1 Punkte nach 21 Begegnungen. Kein Gegner traf damals schlechter als die Skyliners. Auch bei den Freiwürfen zielen sie jetzt deutlich besser. 79,1 Prozent ihrer Versuche schließen sie erfolgreich ab; in der vergangenen Hauptrunde waren es lediglich 66,5 Prozent, was die schlechteste Bilanz aller Vereine bedeutete. Damals hatte von den etablierten Spielern der Shooting Guard Matthew McQuaid mit 92,9 Prozent die beste Abschlussquote. Kapitän Quantez Robertson erreichte 69,9 Prozent.

          Heute hingegen geht Robertson an der Freiwurflinie mit bisher geschafften 94,1 Prozent konzentrierter zur Sache. Verlässliche Punktegaranten in dieser Kategorie sind auch Matt Mobley, Konstantin Konga und Rasheed Moore. Beim 94:89 in Weißenfels stellten die Frankfurter ihren vierten Saisonsieg im Schlussviertel mit souverän verwandelten Freiwürfen sicher. Übung macht den Meister: Nach jeder Trainingseinheit müssen sich die Skyliners-Profis von der Freiwurflinie aus beweisen: Wer zehn Würfe nacheinander getroffen hat, darf sich zum Duschen verabschieden. Für die einen ist die finale Übung aus 5,80 Meter Entfernung ein Kinderspiel. Die anderen hingegen kämpfen darum, pflichtbewusst die Vorgabe erfüllen zu können. Ein Wackelkandidat in den Punktspielen ist Center Michael Kessens. Bei der Gesamtpunktzahl (8,5) ist der Österreicher jedoch der fünfterfolgreichste Werfer seiner Mannschaft knapp hinter Robertson (8,6). An der Spitze liegt Kessens mit 6,1 Rebounds pro Spiel. Momentan ist er der elftbeste Rebounder der Liga. Was die geholten Rebounds insgesamt angeht, gehören die Skyliners zum Kreis der sechs stärksten Klubs.

          Nach drei Siegen aus den vergangenen fünf Spielen wollen die Frankfurter, die in der Tabelle auf Platz zehn notiert sind, ihren Aufwärtstrend fortsetzen und im Heimspiel an diesem Sonntag (15 Uhr) gegen Göttingen für ein Novum sorgen. Zum ersten Mal in dieser Runde sollen im Duell mit dem Rangfünfzehnten zwei Erstliga-Erfolge nacheinander gelingen. „Nach unserer Phase mit fünf Spielen über die Feiertage und zwischen den Jahren war es jetzt wichtig, dass wir wieder trainieren konnten. Mit etwas Ruhe konnten wir an den Details unseres Spiels an beiden Enden des Feldes arbeiten“, sagte Cheftrainer Sebastian Gleim. Das Ergebnis der Basisarbeit wird der Ernstfall gegen Göttingen zeigen.

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