https://www.faz.net/-gzn-9thlh

Basketball-Bundesliga : Die Skyliners auf der komplizierten Suche nach der Eins

  • -Aktualisiert am

Erst kürzlich entlassen bei den Skyliners: Anthony Hickey (Mitte), hier beim Spiel gegen Bayreuth Bild: Picture-Alliance

Die Skyliners müssen sich neu sortieren: Zuletzt unterlag der Frankfurter Basketball-Bundesligaverein bei der Personalauswahl für die Position des Spielmachers verstärkt Fehleinschätzungen. Mit Folgen.

          1 Min.

          Auf der Suche nach einem Spielmacher waren die Skyliners schon sehr erfolgreich gewesen. Die Amerikaner Jordan Theodore, Justin Cobbs und DaShaun Wood entpuppten sich als herausragende Einzelkönner, die die Mannschaft des Frankfurter Basketball-Bundesligavereins auf der wichtigsten Position stark machten. Alle drei garantierten dem Klub Erfolge. Heute hingegen unterliegen die Skyliners bei der Personalauswahl für die Position eins verstärkt Fehleinschätzungen.

          Einen Tag vor dem 67:68 am Sonntag in Würzburg trennten sie sich von ihrem Point Guard Anthony Hickey. Schon in der Vorsaison hatten sich die Hessen – damals hieß ihr Cheftrainer noch Gordon Herbert – eingestehen müssen, dass Jason Clark der viel bessere Shooting Guard war. Den Skyliners scheint das Gespür für die optimale Lösung abhandengekommen zu sein.

          Schnelles Aus

          Hickey spielte in zwei Einsätzen insgesamt nur knapp 30 Minuten für den Tabellenzehnten (6:10 Punkte). Nach einer fast zweimonatigen Verletzungspause kam das schnelle Aus für den 26 Jahre alten Amerikaner, weil er offenbar nicht bereit war, die Interessen der Mannschaft über die eigenen zu stellen. „Es gab leider unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie Anthony nach seiner langen Verletzungspause zurück in das Team integriert werden sollte“, sagte Cheftrainer Sebastian Gleim.

          Hickey, der als Starting Point Guard geholt worden war und der meist von Erstliga-Topscorer Lamont Jones (20,3 Punkte pro Spiel) sehr ordentlich vertreten wurde, beanspruchte wohl auf die Schnelle mehr Spielzeit für sich. Das würde bedeuten, dass sich die Skyliners definitiv in dessen Charakter getäuscht hätten. Die Frankfurter verloren auf dem Weg, zu einer Einheit zusammenzuwachsen, wichtige Zeit.

          Jetzt bleiben den Skyliners, die momentan nur vier Ausländer für sich spielen lassen, drei Möglichkeiten: Sie könnten sich für einen neuen Spielmacher entscheiden, der besser in das Anforderungsprofil des Vereins passt. Oder der wurfstarke Jones behält seine Rolle auf zentraler Position, und die Hessen verstärken sich stattdessen mit einem Flügelspieler. Die dritte Option wäre, den Nachwuchsspielern Bruno Vrcic (18 Jahre) und Len Schoormann (17) mehr Verantwortung zu übertragen.

          Das jedoch wäre ein Risiko bei einer Mannschaft, deren Wankelmütigkeit noch viel zu groß ist. Aus Bamberg hatte Frankfurt Daniel Schmidt als Back- up Point Guard geholt. Trotz des Weggangs von Hickey spielte er dann nur knapp drei Minuten in Würzburg. Auch das sagt einiges über die Frankfurter Personalpolitik auf der Position eins aus.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.