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Neue Basketball-Saison : Skyliners stabilisieren sich

Geert Hammink bereitet die Spieler der Skyliners auf die neue Saison vor. Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Um in der Bundesliga zu bleiben, müssen die Frankfurter auf Grund ihres sportlichen Abstiegs in der Vorsaison bezahlen. Die Summe ist nun schon beglichen. Beim neuen Kader geht der Klub ins Risiko.

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          Die Sache duldete aus Sicht der Fraport Skyliners keinen Aufschub. Die Gebühr in Höhe von 700.000 Euro für die Wildcard hat der Basketball-Bundesligaverein schon beglichen. Die Frankfurter hätten den Betrag auch in zwei Tranchen zu je 350.000 Euro verteilt auf zwei Spielzeiten bezahlen können. „Warum es noch ewig mitschleppen? Wir können neu anfangen. Und buchhalterisch macht es keinen Unterschied“, sagte Geschäftsführer Yannick Binas der F.A.Z.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          In der abgelaufenen Runde waren die Skyliners zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte aus der ersten Liga abgestiegen. Dank der kostspieligen Wildcard – mit Rostock gab es nur einen Aufsteiger – zählen die Hessen weiter zu den 18 Erstligaklubs. 350.000 Euro hatten die Skyliners in den vergangenen Monaten mit Unterstützung bestehender Partner zusammenbekommen. Zur Begleichung der anderen Hälfte engagierten sich die beiden Gesellschafter Gunnar Wöbke und Thomas Kunz mit Eigenkapital.

          Finanzielles Risiko beim Kader

          Das große Ziel sei es, „das Eigenkapital so schnell wie möglich wieder aufzubauen“, sagt Binas. Trotz der Aufwendungen für die Wildcard soll das Gesamtbudget für die neue Runde in etwa so hoch wie in der Vorsaison sein. Eine konkrete Zahl nannte der Geschäftsführer nicht. „Wir arbeiten darauf hin, wieder das Vor-Corona-Niveau zu erreichen“, lautete seine Auskunft. Damals betrug der Gesamtetat rund fünf Millionen Euro.

          Was die aktuelle Kaderzusammenstellung angeht, sei der Klub „ein Stück weit ins Risiko gegangen. Wir vertrauen darauf, weitere Mittel zu generieren“, sagte Binas. Haupt- und Namenssponsor Fraport wird den Skyliners offenbar noch länger erhalten bleiben. Im Oktober 2021 hatte Vorstandschef Stefan Schulte angekündigt, das finanzielle Engagement des Unternehmens aufgrund der Corona-Krise zurückzufahren. „Nach elf Jahren werden wir irgendwann in die zweite Reihe treten“, sagte er damals. Binas teilte nun auf Nachfrage mit, dass Fraport „noch einen langjährigen Vertrag als Hauptsponsor“ habe.

          Von sechs möglichen Ausländerpositionen haben die Frankfurter momentan fünf besetzt. Beim 113:57-Testspielsieg über den Pro A-Zweitligaklub Trier war der litauische Aufbauspieler Laurynas Beliauskas mit 23 Punkten der erfolgreichste Werfer. Ihm folgte der 22 Jahre alte Joshua Obiesie mit 18 Zählern. Der Guard wechselte vom FC Bayern München nach Frankfurt.

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