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Basketball-Bundesliga : Die Skyliners und die Furcht vorm Dominoeffekt

Sorgen in der Corona-Krise: Marco Völler, Manager Sport bei den Skyliners Bild: picture alliance/dpa/Kessler-Sportfotografie

Die Fraport Skyliners haben derzeit nur einen Corona-Fall. Dennoch befürchten die Frankfurter in der Basketball-Bundesliga weitere Spielausfälle. Denn bei einigen Gegnern sieht es nicht gut aus.

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          Für diesen Freitag hat sich die Basketball-Bundesliga (BBL) zu einer virtuellen Liga-Tagung verabredet. Die 18 Vereinsvertreter werden sich aus dringendem Anlass hauptsächlich mit dem Coronavirus und der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante beschäftigen. Aktuell können die Würzburger nicht am Spielbetrieb teilnehmen, weil das dortige Gesundheitsamt die Mannschaft nach einer Masse von Coronavirus-Fällen für zwei Wochen in Quarantäne ge­schickt hat.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Auch die Oldenburger treten momentan nicht an, ihr Auswärtsspiel an diesem Sonntag gegen die Fraport Skyliners musste verlegt werden. Und bei Alba Berlin sollen ebenfalls insgesamt elf Spieler und Teammitglieder von einem heftigen Corona-Ausbruch betroffen sein. Es sei deshalb jetzt „die Aufgabe der Klubs und der Liga, die Regularien im Hinblick auf Omikron zu überprüfen und anzupassen“. Ziel müsse es sein, „das Risiko, so gut es geht, einzudämmen“, sagte am Donnerstag Yannick Binas, Geschäftsführer bei den Skyliners, der F.A.Z. „Das Höchste muss der Schutz der Gesundheit der Spieler und aller Beteiligter sein.“

          Bei den Frankfurtern sind alle Spieler zweimal geimpft. Ein Teil von ihnen ist zudem geboostert. „Wir machen das jetzt schrittweise“, kündigt Binas an. In Frankfurt war vor einer Woche Nationalspieler Lukas Wank positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut Marco Völler (Manager Sport) sei es nicht die Omikron-Variante gewesen. „Zwei Tage ging es Lukas schlecht, aber jetzt geht es ihm besser“, teilt Völler mit. Weiteres Skyliners-Personal infizierte sich nicht. „Wir haben es geschafft, dass das Virus nicht weiter in die Mannschaft getragen worden ist“, sagt Binas. Vor der Erkrankung von Wank führten die Frankfurter regelmäßig Schnelltests durch. Jetzt machen sie diese täglich und vor jeder Zusammenkunft des Teams. Außerdem werde der Klub dazu übergehen, „PCR-Tests insbesondere direkt vor den Spielen durchzuführen“, kündigt Binas an. „Vor der Impfung war das bei uns Standard. Aufgrund der aktuellen Lage ist das wieder notwendig.“ Der Geschäftsführer rechnet damit, dass PCR-Tests unmittelbar vor den Spielen eine Maßgabe der Liga werden.

          Aufgrund der Erkrankung von Wank hatten die Frankfurter am vergangenen Sonntag in aller Frühe am Flughafen PCR-Tests bei allen Beteiligten machen lassen. Die Hessen buchten den Tarif „super express“, da sie von 15.00 Uhr an in Gießen spielen mussten. Nach drei Stunden hatten die Skyliners die für sie erfreulichen Ergebnisse. Kostenpunkt der Testungen: 200 Euro pro Person, insgesamt waren es 20. Bezahlen musste das der Klub selbst.

          Die Frankfurter haben die Hygienevorgaben schon vor der nun einsetzenden Omikron-Welle nach eigener Einschätzung hochgehalten. „Wir müssen daher nicht aktionistisch etwas Neues machen. Wir ziehen das weiter durch“, sagt Binas. Generell den Spielplan in der Bundesliga in den kommenden Wochen einzuhalten ist aus dessen Sicht „sicherlich eine Herausforderung“. Dass noch mehr Spiele ausfallen werden, „diese Befürchtung habe ich auf jeden Fall“, sagt Völler. „Wir laufen Gefahr, dass es einen Dominoeffekt gibt.“ Von einer Wettbewerbsverzerrung geht er in diesem Fall aber nicht aus. „Die Liga würde eine ordentliche Lösung finden, so dass alles einigermaßen fair und gerecht ablaufen kann.“

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