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Frankfurter Basketball-Profis : Nervenstark beim Freiwurf

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Gutes Auge: Michael Kessens und seine Frankfurter Basketball-Kollegen Bild: Picture-Alliance

Die Skyliners steigern im Schlussviertel ihre Quote deutlich und siegen in der Basketball-Bundesliga 94:89 beim Mitteldeutschen BC. Damit wendet das Team den nächsten Tiefschlag noch ab.

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          Hätten die Fraport Skyliners im Schlussviertel ihre Freiwurfquote nicht in die Höhe getrieben, hätten sie beim Mitteldeutschen BC (MBC) nicht 94:89 gewonnen, sondern den nächsten Tiefschlag erlebt. Nach 30 Spielminuten waren am vergangenen Samstag von 25 Freiwürfen der Frankfurter Basketballprofis nur 14 im Korb des Gegners gelandet. 56 Prozent betrug die Quote. Das ist schwach. Zehn Minuten später stand sie jedoch bei fast 70 Prozent. 30 von 43 Versuchen hatten die Hessen jetzt erfolgreich von der Freiwurflinie abgeschlossen. Aus Wackelkandidaten wurden im entscheidenden Moment Spieler mit einer sicheren Wurfhand.

          Als Kamari Murphy gut zwei Minuten vor der Schlusssirene zur Tat schritt, hatte er von vier Freiwürfen erst einen verwandelt. Dann wurden es zwei zum 88:85. Und eine Minute später waren es noch mal zwei des Centers zum 90:85. So viele Freiwürfe wie gegen den MBC hatten die Skyliners in dieser Bundesliga-Runde noch nie erhalten. Davor stand ihr Saisonrekord bei 34. Die meisten Freiwürfe eines Teams, nämlich 48, in der Erstliga-Historie hatte es am 15. November 2008 beim Spiel von Paderborn gegen die Artland Dragons gegeben.

          Seinen Stellenwert als Offensivkraft der Skyliners bestätigte Matt Mobley in Weißenfels mit insgesamt 29 Punkten. Der Rang des Topscorers – Jon Axel Gudmundsson folgte ihm mit 18 Punkten – gebührte wieder dem Amerikaner. Neun seiner fünfzehn Würfe (60 Prozent) aus dem Feld traf Mobley. Mit sechs Rebounds und drei Vorlagen stellte er sich auch in den Dienst der Mannschaft, was ihm summa summarum einen beeindruckenden Effektivitätswert von 28 bescherte. 19,3 Punkte pro Spiel führen den Amerikaner auf Rang drei Korbschützenliste in der Bundesliga. „Wir haben das Spiel beim MBC im Angriff gewonnen“, sagte der Frankfurter Trainer Sebastian Gleim. Dessen Einschätzung passte zu der von MBC-Headcoach Silvano Poropat, der in eigener Sache wiederum bemängelte, „dass wir das Spiel in der Verteidigung verloren haben. Wenn man gegen Frankfurt 94 Punkte kriegt, wird es schwer. Denn die Skyliners sind bekannt dafür, dass sie eine defensive Mannschaft sind, die ein langsames Tempo spielt“, sagte er.

          Auch bei den Rebounds (36:32) lagen die Frankfurter im nicht hochklassigen, aber jederzeit spannenden Kräftemessen mit dem reboundstärksten Team der Liga vorne. Jeweils sieben Rebounds griffen Michael Kessens und Rasheed Moore ab. Mit ihrem vierten Saisonsieg im zehnten Spiel hielten die Hessen den Anschluss zu den Play-off-Plätzen. Nach dem Misserfolg gegen Gießen (74:75) zeigten sie eine Reaktion. „Wir wollten auf keinen Fall zwei Niederlagen nacheinander kassieren. Heute waren wir einfach bereit für das Spiel“, sagte Gudmundsson, der auch mit neun Assists überzeugte: „Jeder Sieg ist wichtig – gerade dann, wenn man gegen Teams aus dem breiten Mittelfeld spielt.“

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