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81:63 gegen Göttingen : Skyliners drehen auf

  • -Aktualisiert am

Setzt sich durch: Matt Mobley Bild: Jan Huebner

Endlich kann Frankfurt in diesem Spieljahr ein Duell gegen Göttingen für sich entscheiden. Beim Sieg überragen Mobley und Robertson über den Angstgegner. Die Fraport Skyliners stehen nun auf einem Play-off-Platz.

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          Es hat gedauert, bis die Fraport Skyliners in diesem Spieljahr in den Duellen gegen Göttingen auf der Gewinnerseite stehen. Der 81:63-Heimerfolg am Sonntag in der Basketball-Bundesliga war das erste Erfolgserlebnis der Frankfurter im dritten Anlauf. Davor hatten sie sich beim Pokal-Qualifikationsturnier in Vechta für das Final-Four-Turnier den Göttingern (64:79) geschlagen geben müssen.

          Damit verpasste Frankfurt die Endrunde. Im Vergleich dazu fiel die 76:83-Testspielniederlage in der Saisonvorbereitung Mitte September nicht ins Gewicht. Der jetzige Liga-Sieg über die Niedersachsen, den die Skyliners mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit sicherstellten, bedeutet auch, dass ihnen zum ersten Mal in dieser Saison zwei Erfolge nacheinander gelungen sind. Aktuell sind die Frankfurter auf dem besten Weg zu mehr Konstanz auf vernünftigem Niveau. Mit 10:12 Punkten belegen sie den Play-off-Rang acht. Und die Aussichten, den Aufschwung fortzusetzen, sind verlockend. Mit Würzburg ist auch der kommende Gegner am nächsten Sonntag zu Hause schlagbar für die Frankfurter.

          Gut überlegte Investitionen

          Diesmal stand auf Akeem Vargas auf Seiten der Göttinger in der Ballsporthalle. Die Frankfurter hätten sich vorstellen können, den Vertrag mit dem Aufbauspieler vor dieser Runde zu verlängern. Doch das Angebot aus Göttingen soll finanziell viel lukrativer für den ehemaligen Nationalspieler gewesen sein. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen großen Unwägbarkeiten gehen die Skyliners jedem wirtschaftlichen Risiko aus dem Weg.

          Jede Investition von Geschäftsführer Gunnar Wöbke ist gut überlegt. Bisher hat sich dieser Kurs als richtig erwiesen: Im Klassement liegen die Frankfurter nun vier Punkte vor Göttingen. Mit 30 Zählern war Matt Mobley der beste Frankfurter Werfer gegen die Niedersachsen, gefolgt von Center Michael Kessens (12). Im Pokalspiel gegen Göttingen hatte Mobley von neun Dreipunktewürfen keinen getroffen. Seinen persönlichen Tiefschlag habe er mit Rotstift in seinem Kalender vermerkt, teilte er mit. Nun die starke Wiedergutmachung von ihm – und das, obwohl auch am Sonntag seine ersten drei Dreier danebengegangen waren. „Ich war aber nicht frustriert“, sagte Mobley. Danach kam er immer besser in Schuss. In dieser Saison ist Mobley ein Kandidat für die Krone des Erstliga-Topscorers. Vargas hingegen kam auf eine Ausbeute von 0 Zählern in knapp 15 Minuten Einsatzzeit.

          Auf und Ab bei den Skyliners

          Die erste Halbzeit war ein Auf und Ab bei den Skyliners. Im ersten Viertel verzeichneten sie sechs Ballverluste, in den zweiten zehn Minuten „nur“ zwei. Einen 13:19-Rückstand wandelten die Frankfurter in eine 36:31-Führung um. Zur Halbzeitpause stand es dennoch 36:38, weil die Skyliners in Einzelaktionen verfielen. Ein Dreipunktewurf von Quantez Robertson verfehlte in spielerischer Not sein Ziel. Von 14 Versuchen aus der Distanz trafen die Frankfurter nur vier. Aus dem zwei Punkte-Bereich waren es immerhin mit zehn Treffern 50 Prozent. Die Maximalausbeute von jeweils 100 Prozent hatte nur Aufbauspieler Konstantin Konga, der mit einem Dreipunktewurf und einem aus dem zwei Punkte-Bereich erfolgreich war.

          Konsequent und deutlich wacher als der Gegner, machte sich Frankfurt mit einem Blitzstart im dritten Viertel an die Arbeit. Dank eines 11:0-Laufs gingen die Skyliners wieder 52:40 in Führung. Mit seinem dritten erfolgreichen Dreier zum 61:47 beendete Mobley standesgemäß das dritte Viertel. Dieser Spielabschnitt sei „entscheidend“ für den Sieg gewesen, sagte er. Mit insgesamt 28 Zähler ging der Amerikaner in das Schlussviertel.

          Nach guter Ballbewegung in den Reihen der Frankfurter erhöhte Robertson mit einem Dreier auf 66:50. Wie Kollege Mobley stand der Mannschaftskapitän und Dauerläufer weit über 36 Minuten auf dem Feld. Bei den Rebounds erreichte Robertson mit elf den Topwert in seinem Team. Mit 43:30-Rebounds gewannen die Frankfurter auch diese Statistik deutlich. Die beiden prägenden Frankfurter Figuren Mobley und Robertson sorgten dafür, dass Gegner Göttingen in der zweiten Halbzeit nicht mehr mithalten konnte. Und damit sind die Niedersachsen den Ruf eines Angstgegners für die Skyliners erst einmal los.

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