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Basketball-Bundesliga : Frankfurt Skyliners auf neuem Niveau

  • -Aktualisiert am

Star der Mannschaft: Matt Mobley Bild: Picture-Alliance

Die anfänglichen Misserfolge haben den Skyliners nicht den Mut genommen. Mit Hilfe von Mobley, Robertson und Kessens gelingt den Frankfurtern ein beachtenswerter Aufschwung.

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          Die Überraschungsmannschaft der Basketball-Bundesliga sind die Fraport Skyliners nicht. Diese Rolle im Scheinwerferlicht gebührt den Hamburg Towers, die als erster Abstiegskandidat der Vorsaison nun mit Tabellenplatz sechs (16:6 Punkte) für ihre Verhältnisse weit oben stehen und die gerade den Tabellenzweiten Merlins Crailsheim (20:4 Punkte) beim 89:72-Heimsieg sportlich „entzaubert“ haben.

          Aber auch der stramme Aufwärtstrend der Skyliners verdient Beachtung: Von den zurückliegenden sechs Spielen konnten sie vier für sich entscheiden. Es wären sogar fünf geworden, wenn sie sich beim 74:75 in Gießen nicht einen vermeidbaren Ausrutscher geleistet hätten. Nach dem Fehlstart mit 2:8 Punkten steht Frankfurt nun zum ersten Mal in dieser Spielzeit auf dem Play-off-Platz acht. Und es spricht einiges dafür, dass sich die Skyliners in dieser für sie höchst attraktiven Tabellenregion werden festsetzen können.

          Denn von den kommenden fünf Gegnern Würzburg, Hamburg, Bonn, Vechta und Bamberg rangieren nur die Hanseaten vor ihnen im Klassement. Dass vier der ersten fünf Frankfurter Saisongegner (Berlin, München, Oldenburg und Ludwigsburg) wegen ihrer deutlich größeren Wirtschaftskraft einer anderen sportlichen Gewichtsklasse angehören, erklärt die Auftaktniederlagen der Hessen.

          Heimsieg über Göttingen

          Danach ist es bei ihnen Schritt für Schritt bergauf gegangen. Die anfängliche Negativbilanz hat ihnen nicht den Mut genommen und nicht die Kraft geraubt. Die Misserfolge zeigten der Mannschaft vielmehr auf, wo sie im Wettstreit mit den Besten besser werden muss. Das Team stellte sich dem harten Lernprozess und ist heute zumindest im Tabellenmittelfeld konkurrenzfähig. Beim 81:63-Heimsieg über Göttingen am vergangenen Sonntag befanden sich die Skyliners nach Einschätzung ihres Trainers Sebastian Gleim zum ersten Mal im Gleichgewicht der Kräfte. Angriff und Verteidigung gewannen im Gleichschritt die Begegnung.

          „Wir haben an beiden Enden des Feldes gut gespielt“ – so fasste Gleim das gelungene Gesamtwerk zusammen. Mittlerweile haben die Skyliners die richtige Mischung aus individueller Klasse und mannschaftlicher Geschlossenheit gefunden. Davon kündeten die 43 geholten Rebounds und die 22 Assists gegen Göttingen. Der Star der Mannschaft ist Mobley (30 Punkte), der in den vergangenen vier Partien auf durchschnittlich 26,3 Punkte kam. Mit nun insgesamt 20,4 Punkten pro Spiel ist der Amerikaner der zweitbeste Schütze der Liga. Und ein Ende seines Aufschwungs ist nicht in Sicht: Nach seiner langen Spielpause im Sommer wird der Fitnesszustand vom Mobley immer besser.

          Lufthoheit für Robertson

          Das Gleiche gilt für Kapitän Quantez Robertson, bei dem es immer dasselbe Spiel zu Saisonbeginn ist. Die Pfunde, die er in den Sommermonaten zugelegt hat, muss er sich erst wieder herunterspielen. Und je spritziger der 36-Jährige wird, desto besser kann er seine Stärken als Verteidiger und Balldieb einbringen. Mit elf Rebounds gehörte dem Führungsspieler Robertson gegen Göttingen die Lufthoheit.

          Einen Satz nach oben in seiner Entwicklung machte auch Michael Kessens. Der Center hat an Mobilität gewonnen und seine Bewegungsabläufe verbessert. Das schlägt sich mit durchschnittlich 8,8 Punkten und 6,2 Rebounds in elf Spielen positiv in seinen Statistiken nieder.

          Bei seinem ehemaligen Klub Vechta standen in dessen Gesamtbilanz nur 4,6 Punkte und 4,2 Rebounds pro Spiel. Nun wünscht sich der Österreicher trotz dazugewonnener Stabilität noch mehr „Konstanz“ im Spiel der Skyliners. Dieser Anspruch ist eine gute Basis für eine Fortsetzung des Frankfurter Höhenflugs.

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