https://www.faz.net/-gzn-a924f

Kampf um die Play-offs : Der Charaktertest für die Skyliners

  • -Aktualisiert am

Fokussiert: Quantez Robertson vor dem Duell in Bamberg Bild: Imago

Für die Fraport Skyliners ist es an der Zeit, um endlich ein Zeichen gegen ein Top-Acht-Team zu setzen. In Bamberg geht es darum, ob sie ihre Saison verlängern können.

          2 Min.

          Die kommenden 15 Spiele in der Basketball-Bundesliga werden darüber entscheiden, ob die Fraport Skyliners die Saison über den 8. Mai hinaus fortsetzen können und sich für das Viertelfinale der Play-off-Runde qualifizieren. Der für die Frankfurter arbeitsintensivste Monat ist nach jetzigem Stand der April mit sechs Ligaspielen. Im März sind es fünf und im Mai zum Hauptrundenfinale drei. Die Begegnung an diesem Sonntag (15.00 Uhr) in Bamberg bildet nach fünf ausgetragenen Partien im Februar den Monatsabschluss.

          Wissen war nie wertvoller

          Vertrauen Sie auf unsere fundierte Corona-Berichterstattung und sichern Sie sich mit F+ 30 Tage freien Zugriff auf FAZ.NET.

          JETZT F+ KOSTENLOS SICHERN

          Mit dem Unterschied zum anspruchsvollen Februar-Auftaktprogramm, dass hinter den Skyliners nun eine zweiwöchige Spielpause aufgrund der Nationalmannschaftsspiele liegt. „Wir hatten erst mal eine mentale und körperliche Erholungsphase eingelegt und drei Tage freigegeben“, sagte Trainer Sebastian Gleim und erfreute mit dieser Maßnahme sein physisch stark beanspruchtes Personal. „Das tat gerade in dieser Saisonphase gut“, meinte Center Marco Völler. Nur sein Mitspieler Jon Axel Gudmundsson war mit der isländischen Nationalmannschaft gefordert.

          Nach dem 68:87 gegen Ulm Mitte Februar musste Gleim feststellen, „dass einige Spieler absolut körperlich und mental auf dem Zahnfleisch gehen“. Das zeige, „dass wir mit unserer vorhandenen Substanz an ein gewisses Limit gekommen sind“. In den Spielen wählte der Trainer oft eine kurze Rotation. Rasheed Moore und Kapitän Quantez Robertson würden „allein auf ihren Positionen spielen“, sagte Gleim. Dessen Personalmanagement wird durch die Langzeitverletzung von Flügelspieler Richard Freudenberg eingeschränkt.

          Über den eigenen Schatten springen

          Die Rückkehr des 22-Jährigen, der am Fuß operiert werden musste, scheint nicht absehbar zu sein. Auch die immer wiederkehrenden Ausfälle von Aufbauspieler Konstantin Konga erschweren die Arbeit des Trainers. In Bamberg lassen Schulterprobleme den Einsatz von Konga nicht zu, zur Zeit befindet er sich nach Vereinsangaben in der Reha. Beim 91:99 im Testspiel gegen den Ligarivalen Bonn musste Matt Mobley in dieser Woche mit Rückenproblemen passen. Wäre der mit 19,1 Punkten pro Spiel zweitbeste Bundesliga-Werfer in Bamberg nicht spielbereit, wäre das eine eklatante Schwächung für die Skyliners.

          Im Duell mit den Bambergern nehmen die Frankfurter zum elften Mal den Anlauf, endlich eine Mannschaft aus den Top acht zu besiegen. Aktuell besetzen die Oberfranken mit 18:22 Punkten Rang acht und stehen damit vier Punkte besser da als der Zehnte aus Hessen, der eine Partie weniger bestritten hat. Aus Sicht der Skyliners wäre es also an der Zeit, dass sie sportlich über ihren Schatten springen und ein Zeichen gegen ein momentanes Top-Acht-Team setzen.

          Zumal die Spieler selbst den Anspruch haben, auch nach der absolvierten Hauptrunde Mitte Mai weiter aktiven Dienst für ihren Klub zu tun. Dass die Skyliners schon auf Platz acht gestanden hätten, habe gezeigt, „dass wir etwas draufhaben. Dass es deshalb berechtigt ist, als Ziel auszugeben, dass wir am Ende wieder Rang acht einnehmen“, sagte Völler.

          Das Hinspiel gegen Bamberg (76:86) hatten die Frankfurter vor knapp drei Wochen nach einer fehlerhaften zweiten Halbzeit abgegeben. „Wir müssen es schaffen, unser Spiel länger durchzuziehen. Dafür ist es wichtig, dass wir mit der richtigen Einstellung und Mentalität dort hinfahren“, sagte Gleim vor dem zweiten Aufeinandertreffen innerhalb eines Monats. Die erste von 15 Aufgaben im Spielprogramm wird also gleich zum Charaktertest für die Skyliners werden. Ausgeruht genug dafür müssten sie sein, um nach drei Niederlagen hintereinander im Vollbesitz ihrer Kräfte die Trendumkehr zu schaffen.

          Weitere Themen

          Die Überraschung dieser Basketball-Saison

          Hamburg Towers : Die Überraschung dieser Basketball-Saison

          Die Hamburg Towers geben sich gerne bescheiden. Dabei gedeiht in der Hansestadt gerade das spannendste Basketball-Projekt des Landes – mit einigen Siegen und vielleicht gar einer eigenen neuen Arena.

          Topmeldungen

          Will Amerika weniger abhängig in kritischen Technologien machen: Joe Biden

          Wettstreit mit China : Biden macht Mikrochips jetzt zur Chefsache

          Amerika fürchtet um seine Dominanz in der Chip-Industrie. Sogar die nationale Sicherheit sieht das Weiße Haus in Gefahr. Kurzfristig drohen Produktionsausfälle in Schlüsselindustrien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.