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Galaxy-Quarterback vor Finale : Er weiß, was er kann

Spieler mit Spitzenwerten: Jakeb Sullivan Bild: Picture-Alliance

Quarterback Jakeb Sullivan ist einer der Erfolgsgaranten bei Frankfurt Galaxy – auch im großen Finale der European League of Football gegen die Hamburg Sea Devils?

          2 Min.

          Jakeb Sullivan scheint fast immer zu lächeln. Er hat auch fast immer einen guten Grund dazu. Mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit hat der Quarterback von Frankfurt Galaxy seine Mannschaft in das Endspiel der neu gegründeten European League of Football (ELF) geführt. Zehn Siege in den vergangenen zehn Spielen sprechen eine eindeutige Sprache, lediglich der Saisonauftakt ging verloren.

          Jan Ehrhardt
          Sportredakteur.

          Im großen Finale an diesem Sonntag (14.45 Uhr/ProSieben Maxx) ist Frankfurt der große Favorit, und deshalb scheint der 27 Jahre alte Amerikaner bei seinen Auftritten in der Öffentlichkeit in dieser Woche sogar noch kräftiger zu lächeln als sonst.

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          Dass der Gegner im wichtigsten Spiel der ELF-Premierensaison ausgerechnet Hamburg Sea Devils heißt, das Team, das der Galaxy die bisher einzige Niederlage in diesem Jahr beigebracht hat? Egal, sagt Sullivan. Ob er besonders aufgeregt sei, besonders nervös, besonders angespannt? Nein, alles wie immer. Ob er dann wenigstens besonders zuversichtlich sei, dass seine Mannschaft am Ende gewinnen werde? Auch das nicht, erklärt er. „Normal zuversichtlich“, heißt das in seinen Worten, was wohl so viel bedeuten soll wie: Ich weiß, was ich kann. Ich weiß, was wir können.

          Was Sullivan nicht weiß: wie es sich anfühlen wird, die Siegertrophäe in den Himmel über Düsseldorf, wo das Finale in der Fußballarena der Fortuna vor wohl mehr als 20.000 Zuschauern ausgetragen wird, zu strecken. „Es ist ein Pokal, den noch niemand zuvor in die Höhe gehalten hat, ich konnte also niemanden fragen, wie das ist. Aber ich bin mir sicher, dass es sich großartig anfühlt.“

          Selbst durch solche Fragen, gestellt von einem Hamburger Journalisten, lässt er sich dieser Tage nicht aus der Ruhe bringen. Ohnehin möchte er sich vor dem Endspiel nicht zu viele Gedanken machen. Stattdessen: „Einfach nur die Zeit mit meinen Mitspielern und das, was wir gemeinsam erreicht haben, genießen.“

          Sullivan einer der Besten der ELF

          Mit Überheblichkeit sollte man diese Aussagen und dieses Verhalten allerdings nicht verwechseln. Sullivan hat in dieser Spielzeit fast durchgängig unter Beweis gestellt, dass er einer der besten Spielmacher der Liga ist. Pässe über insgesamt 2285 Yards (2089 Meter) brachte er an, dabei warf er für 28 Touchdowns, nur acht seiner insgesamt 281 Passversuche wurden abgefangen. Das sind Spitzenwerte.

          Kaum ein Gegner war ihm und der Galaxy gewachsen, weder in der regulären Saison, wo es unter anderem gegen die Barcelona Dragons und die Wroclaw Panthers aus dem europäischen Ausland ging, noch im Play-off-Halbfinale, wo die Centurions aus Köln beim 36:6 bestenfalls so etwas wie ein Sparringspartner waren.

          Apropos Sparringspartner: Beim zweiten Aufeinandertreffen mit den Hamburg Sea Devils in dieser Saison (nach der 15:17-Niederlage am ersten Spieltag) siegte Frankfurt im heimischen Stadion 35:9. Beste Voraussetzungen also für einen Sieg im großen Finale. Das sieht tatsächlich auch Sullivan so. „Ich kann es kaum erwarten“, sagt er dann noch. Und natürlich: Er lächelt dabei.

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