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Eintrachtb Frankfurt : In der Halle Erfahrung sammeln und Tritt fassen

  • -Aktualisiert am

Nun wird Friedhelm Funkel also hier und da wieder Überzeugungsarbeit leisten müssen. Es ist Winter, und bevor es zum Üben in den sonnigeren Süden geht, wird auch bei Eintracht Frankfurt Hallenfußball gespielt.

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          Nun wird Friedhelm Funkel also hier und da wieder Überzeugungsarbeit leisten müssen. Es ist Winter, und bevor es zum Üben in den sonnigeren Süden geht, wird auch bei Eintracht Frankfurt Hallenfußball gespielt. Nicht von jedem, denn manch ein Profi mag nach schlechten Erfahrungen, Verletzungen oder gar Operationen nicht mittun auf dem ungewohnten und teils ungeliebten Kunstrasen. Aber von einigen, die an diesem Montag im Anschluß an das erste Training nach der kurzen Winterpause ausgesucht werden. Funkel ist ein Freund des Fußballs unterm Dach, und er wird - beinahe wie alle Jahre wieder - Skeptiker zu überzeugen suchen, so es sie gibt. Er war einst als Spieler mit Bayer Uerdingen erster Sieger der neuen Masters-Serie und sagt beinahe schwärmerisch: "Ich kann gar nicht verstehen, wenn einer Hallenfußball nicht mag. Ich würde heute noch gerne mitspielen."

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          So weit wird es natürlich nicht kommen, denn der in dieser Sache jugendlich-begeisterungsfähige Trainer wird genug Spieler für die Kurzauftritte in Köln (2. Januar), Oldenburg (4. Januar) und schließlich Frankfurt-Höchst (5. Januar) zusammenbekommen. Noch sei nicht heraus, wer dabei sein werde, sagte Funkel am Tag vor dem ersten Training. Allerdings sollten vor allem wieder "die Jungen" zum Einsatz kommen, das war schon im vergangenen Jahr so. Als da wären: Benjamin Köhler, Daniyel Cimen, Dominik Stroh-Engel, Marco Russ, Mounir Chaftar, dazu die Torhüter Oka Nikolov und Jan Zimmermann. Die Talente Christopher Reinhard und Patrick Ochs, die im vergangenen Jahr in der Halle besonders positiv aufgefallen waren, werden dagegen wegen Verletzung fehlen. Andere wie die Stammspieler Francisco Copado, Jermaine Jones oder Alexander Meier kommen wegen störender Blessuren nicht in Frage. "Mal sehen, wie alle aus dem Urlaub zurückkommen", so Funkel. Ergänzt werden soll die Frankfurter Abordnung allerdings so oder so durch "den einen oder anderen älteren Spieler", kündigte Funkel an. "Ich könnte mir vorstellen, daß Chris dabei sein wird." Der technisch versierte Brasilianer gehörte dann also zu jenem Kader, der den nicht mitspielenden Kollegen das Trainieren in Frankfurt überläßt und stattdessen versucht, in der Halle sportlich wieder Tritt zu fassen - bevor dann am nächsten Freitag der Aufbruch für alle ins Trainingslager nach Portugal erfolgt. "Die Belastung ist vergleichbar", sagt Funkel, der das Training an der Commerzbank-Arena in guter alter Tradition seinem Assistenten Armin Reutershahn überläßt.

          Ein junger Spieler, der nicht mehr dabei sein wird - weder in den Hallen, noch auf dem Trainingsplatz -, ist der 20 Jahre alte Alexander Huber, der gerade erst bis Saisonende an den Regionalligaverein TSG Hoffenheim ausgeliehen wurde. Ein anderer, Markus Husterer, steht offenbar unmittelbar vor einem Wechsel zu den Amateuren des FC Bayern, wo er bereits von 1997 bis 2003 gespielt hat. Die Bayern, deren Amateurtrainer Hermann Gerland Husterer kennt und schätzt, haben eine entsprechende Anfrage an die Eintracht gerichtet. Funkel steht der Angelegenheit bekanntermaßen aufgeschlossen gegenüber, denn: "So könnte Markus Spielpraxis sammeln." Auch hier ginge es also um ein Leihgeschäft. Auch die derzeit chancenlosen Spieler Nico Frommer, Christian Lenze und Stefan Lexa waren ermuntert worden, sich wegen fehlender Perspektive einen neuen Verein zu suchen. In diesen Fällen könne es, ebenso wie bei Husterer, "ganz schnell gehen", sagte Funkel.

          Zunächst aber haben seine Hallenspieler die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Das sei durchaus möglich, versicherte Funkel und widersprach damit jenen, die das Spiel auf kleinerem und ungewohntem Terrain für ein munteres, aber belangloses Bewegungsspielchen mit Wettkampfcharakter halten. Daniyel Cimen etwa habe im vergangenen Winter in der Halle "einen richtigen Schub" bekommen und anschließend auch im Trainingslager in Portugal überzeugt - was ihn näher an die Stammelf herangebracht habe. Ein besseres Argument pro Hallenfußball dürfte es für Spieler nicht geben.

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