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Krösche zur Fußball-EM : „Wir haben eine sehr gute Mannschaft“

Markus Krösche von Eintracht Frankfurt Bild: dpa

Wonach schaut Markus Krösche von Eintracht Frankfurt bei dieser EM? In welcher Hinsicht ist sie interessant für seinen Klub? Und was erwartet er von der deutschen Mannschaft?

          2 Min.

          Herr Krösche, wer wird Europameister?

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Man muss erst mal abwarten, wie sich das Turnier entwickelt. Gerade die großen Nationen haben Spieler dabei, für die zuletzt die Belastung enorm hoch war. Ich erinnere an das Champions-League- und Europa-League-Turnier im letzten Sommer, dem sich nahtlos die Saison anschloss, in der viele auch international, zum Beispiel wieder in der Champions League oder der Europa League, gefordert waren. Es gab insgesamt wenige Pausen. Daher glaube ich, dass es auch zu einer Überraschung kommen kann.

          Fußball-EM

          Was erwarten Sie von der deutschen Mannschaft?

          Testspiele darf man nicht überbewerten. Fakt ist: Wir haben eine sehr gute Mannschaft. Jeder Spieler in der deutschen Mannschaft will natürlich Europameister werden, und zudem ist es das letzte Turnier von Jogi Löw, und viele Spieler haben mit ihm eine erfolgreiche Zeit verbracht und wollen ihm einen gebührenden Abschied bescheren. Mit Thomas Müller und Mats Hummels sind zwei weitere Spieler dabei, die mit ihm Weltmeister geworden sind, daher glaube ich, dass diese Verbundenheit auf jeden Fall mit reinspielt.

          In welcher Hinsicht ist diese EM interessant für Ihren Klub?

          Weil dort die besten Spieler aus Europa spielen. Wenn die besten Mannschaften aufeinandertreffen, ist es immer interessant zu sehen, welche Spieler prägend in den Spielen sind. Normalerweise, wenn es keine Pandemie geben würde, hätte ich mir selbstverständlich ein paar Spiele vor Ort im Stadion angeschaut. Jetzt müssen wir wegen der speziellen Corona-Bedingungen abklären, ob und wie das möglich ist. Ich vermeide momentan noch solche Reisen, die nicht unbedingt sein müssen.

          Wenn Geld keine Rolle spielt – welchen EM-Spieler würden Sieverpflichten und warum?

          Kylian Mbappé. Den müsste man zwar noch mal genauer scouten, ihn finde ich aber nicht so schlecht (lacht).

          Bei aller Liebe für den Fußball – ist die Belastungsgrenze für Spieler und Konsumenten nicht längst erreicht?

          Wir müssen aufpassen mit der Belastung der Jungs. Ich habe es zuletzt in Leipzig gesehen, dort wurden praktisch zwei Saisons hintereinander durchgespielt, viele Spieler haben im Schnitt 50 Spiele in der Saison gemacht. Dazu mussten die Nationalspieler in den Länderspielpausen teilweise bis zu drei Spiele absolvieren, und die Reisen an sich sind auch ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte. Nach der EM kommt Olympia, da sind einige im Juli und August wieder weg. Dann gibt es kaum eine Winterpause. Überhaupt wird auch die Saison, die im August beginnt, wieder sehr komprimiert stattfinden, wegen der WM 2022. Die Spieler sind am Limit. Wir müssen Rücksicht darauf nehmen, dass die Regeneration nicht zu kurz kommt.

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