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Freude an Dost, Silva und Sow : Das Potential der neuen Eintracht ist sichtbar

Entwickelt sich zur gewünschten Verstärkung: der neue Eintracht-Mittelfeldspieler Djibril Sow Bild: Imago

Die Frankfurter Eintracht hat gegen einen wacker kämpfenden Gegner ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt. Der Sieg bei Union Berlin gibt Sicherheit, Bestätigung, generell auf dem richtigen Weg zu sein. Aber eines fehlt noch.

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          Sechs Spiele, zehn Punkte, Tabellenplatz neun: Die Eintracht ist nach dem ersten Hinrundendrittel ordentlich aus den Startlöchern gekommen. Vergleicht man die bisherige Ausbeute mit dem, was der selbsterklärte Meisterschaftsanwärter Borussia Dortmund in dieser Zeitspanne erreicht hat, dann ist es sogar ein guter Start. Der BVB hat lediglich einen Punkt mehr gewonnen. Die Mentalität im Team der Eintracht ist jedenfalls kein Thema.

          Auch wenn ein Auswärtssieg über Union Berlin keine Überraschung ist, so tut dieser Erfolg gegen einen wacker kämpfenden, wenn auch spielerisch unterlegenen Gegner gut. Er gibt Sicherheit, Bestätigung, generell auf dem richtigen Weg zu sein. Schon in Leipzig, bei der unglücklichen 1:2-Niederlage vor einem Monat, hätten sich die Spieler von Trainer Adi Hütter belohnen können. Gegen Union ist das mit einer Darbietung gelungen, die vor allem nach der Pause den selbstgesteckten Erwartungen gerecht wurde.

          Erfreuliche Signale aus dem Sturm

          Auch vor einer guten Woche, beim 2:2 zu Hause gegen den Tabellennachbarn BVB, zeigte die Eintracht zumindest eine Halbzeit lang eine gute Leistung. Dass sie das Potential dazu hat, war in Köpenick sichtbar. Die Mannschaft kommt mehr und mehr in Schwung. Der von Hütter von Anfang an hochgelobte Djibril Sow entwickelt sich zu der gewünschten Verstärkung im Mittelfeld. Der Trainer hatte recht, als er behauptete, die Eintracht werde Freude mit diesem Profi haben. Der junge Schweizer ist schnell, kann vorzüglich flanken.

          Auch aus vorderster Linie werden erfreuliche Signale gesendet. André Silva und Bas Dost schießen nicht nur Tore. Sie beteiligen sich mit großem läuferischen Einsatz am Spiel. Vom 23 Jahre alten Silva hatte man nach den vielen Lobpreisungen aus seinen vormaligen Arbeitsstationen Portugal, Spanien und Italien erwartet, dass er auch in Deutschland Kurs halten würde. Beim sieben Jahre älteren Dost galt es, einen genauen Blick auf dessen Fitness zu werfen. Mit der ging es zuletzt aufwärts. Der stets mit wachem Auge auf seine Chance(n) lauernde Niederländer war in Berlin 83 Minuten im Spiel und bestätigte den Eindruck von außen: „Bei mir läuft es immer besser.“

          Erinnerungen an AMGF

          Mit seiner Spielweise und seiner Kaltschnäuzigkeit im Abschluss erinnert Dost an einen großen Eintracht-Profi, der jetzt seine sportliche Karriere in Australien ausklingen lässt: Alexander Meier. Auch Dost kämpft vorne wie hinten, und ebenso wie die langjährige treue Eintracht-Seele Meier hat auch der Niederländer in seiner bisherigen Karriere ein Gespür dafür entwickelt, im richtigen Moment am richtigen Platz zu sein: Zwei Tore in vier Spieleinsätzen sind erfreulich, wie der Start der Eintracht. Aber wenn diese Mannschaft so erfolgreich werden will, wie das Team der vergangenen Saison, dann muss sie den Trend fortsetzen und mehr zeigen.

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