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Wechsel zum FC Bayern : Das Schweigen des Sebastian Rode

  • -Aktualisiert am

Sebastian Rode (rechts) soll im Sommer Philipp Lahms Mannschaftskamerad werden - aber er schweigt weiter Bild: dpa

Heribert Bruchhagen bestätigt den Wechsel des Frankfurters Sebastian Rode zu den Bayern. Doch der Spieler ziert sich weiter und redet lieber über Konzentration auf den Abstiegskampf. Warum macht Rode ein Geheimnis aus dem Transfer?

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          Das hätte natürlich auch schneller gehen können. Und es wären nicht mehr als sechs Wörter nötig gewesen, um für Klarheit zu sorgen. „Ja, ich gehe zu den Bayern“ – dieser kurze Satz will Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt beim Trainingslager in Abu Dhabi aber einfach nicht über die Lippen gehen, und man fragt sich, warum das so ist.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ein Spielerwechsel ist keine große Sache, und Rode, dessen Vertrag ohnehin im Sommer ausläuft, steht nicht in dem Ruf, ein Legionär zu sein. Bei Kickers Offenbach wurde er zum Profi, seitdem spielt er bei der Eintracht, und dass er einmal woanders hingehen würde, war bei seinem überdurchschnittlichen Können ohnehin jedem klar.

          Nun also meldete der „Kicker“, dass Rodes Vertrag bei den Bayern fix sei, dass sein Wechsel im Sommer vollzogen werde. Eigentlich eine gute Gelegenheit, von nun an mit offenen Karten zu spielen. Aber Rode ziert sich, er will noch nichts bestätigen und rettet sich in die Formulierung, er wolle sich auf den Abstiegskampf mit der Eintracht konzentrieren, im Moment gebe es nichts zu sagen.

          Dabei hatte Heribert Bruchhagen wenige Minuten vor Rode in dem Emirat bestätigt, dass der Wechsel ausgemachte Sache sei und dass er schon seit Monaten davon wisse. Schließlich tausche er sich regelmäßig mit seinem Münchner Kollegen Karl-Heinz Rummenigge aus. Es gebe da kein Geheimnis mehr. Auch wenn Rode eins daraus macht. 

          Das hätte er anders haben können

          Das Ganze könnte zu einer kuriosen Situation führen, nämlich dann, wenn die Frankfurter noch sehr lange in der Rückserie der Fußball-Bundesliga gegen den Abstieg kämpfen sollten und Rode – da muss er sich beim Wort nehmen lassen – absolut nichts über seine Zukunft in München sagen kann, weil er sich ja auf ebendiesen Abstiegskampf konzentrieren müsse.

          Um das Ganze auf die Spitze zu treiben: Die Eintracht, derzeit auf Platz fünfzehn in der Tabelle, rettet sich erst am letzten Spieltag, Rode schweigt bis zum Schluss, und gibt erst nach dem letzten Abpfiff bekannt, was jeder längst weiß. Das hätte er anders haben können. Es ist ja schließlich nichts dabei, von den Bayern gewollt und geholt zu werden. Dazu darf man auch im Januar schon stehen.

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