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Bundesliga in Corona-Krise : Frankfurter Fragezeichen bei Hasebe

  • -Aktualisiert am

Darf Makoto Hasebe über den Sommer hinaus bei Eintracht Frankfurt bleiben? Bild: Picture-Alliance

Eigentlich schien der Vertragsverlängerung von Makoto Hasebe nicht mehr entgegenzustehen. Doch passiert ist nichts. Dann kam Corona. Und nun ist unklar, ob der Routinier aus Japan bei der Eintracht bleiben darf.

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          In der Vorsaison war die Sache zur Zufriedenheit der beiden Parteien zügig vom Tisch. Mitte Dezember 2018 hatte Makoto Hasebe seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt vorzeitig um ein Jahr bis einschließlich 30. Juni 2020 verlängert. Auch in dieser Bundesliga-Spielzeit gab es um den Jahreswechsel herum Anzeichen, dass die Arbeitspapiere mit dem 36 Jahre alten Japaner um zwölf weitere Monate ausgedehnt werden könnten. Nur passiert ist nichts. Und nun hat die Corona-Krise auch den Profifußball im Klammergriff: Vertragsgespräche besitzen für die Klubs keine Priorität, weil für keinen die finanziellen Auswirkungen der Zwangspause vom Spielbetrieb abzusehen sind und die Planungsunsicherheit groß ist. Nicht zu vergessen, dass der Fußball bei den aktuellen Sorgen in den Hintergrund getreten ist.

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          Bei der Eintracht laufen in diesem Sommer sechs Spielerverträge aus: Neben dem von Hasebe sind das jene von Gelson Fernandes, Marco Russ und Jonathan de Guzmán sowie die der Nachwuchsspieler Sahverdi Cetin und Patrick Finger. Extremem Handlungsdruck sind Sportvorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner also nicht ausgesetzt. 19 Spieler, darunter alle Stammkräfte von Rang und Namen, werden auch in der kommenden Runde vertragsgemäß ihren Arbeitsplatz in Frankfurt haben.

          In einem Skype-Interview mit dem Bezahlsender „Sky“ ging Bobic im Hinblick auf die anstehenden Personalfragen zwar nicht ins Detail; der 48-Jährige ließ aber durchblicken, dass nicht nur sportliche Gründe die Entscheidungen über mögliche Vertragsverlängerungen beeinflussen würden. Es werde „unbequeme und schwere Entscheidungen geben“, kündigte Bobic an. Welche Investitionen getätigt werden könnten, „hat alles mit dem Budget zu tun, nicht mehr allein mit dem sportlichen Verstand“. Auf sich selbst bezogen sprach der Sportvorstand davon, dass er noch kein Gefühl dafür habe, wie der anstehende Transfersommer „aussehen“ werde.

          Am Geld würde eine Vertragsverlängerung mit Hasebe, der seit 2014 bei der Eintracht spielt, sicher nicht scheitern. Der ehemalige japanische Nationalspieler ist mit Frau und Tochter in Frankfurt heimisch geworden, hier will er seine aktive Karriere beenden. Und obwohl Hasebe, der als Spielstratege und Ruhepol lange der Schlüsselspieler im System von Cheftrainer Adi Hütter war, wegen der Umstellung von Dreier- auf Viererkette seinen Stammplatz verloren hat, ist er für das Eintracht-Spiel noch immer von großem Wert – vor allem aufgrund seiner flexiblen Einsatzmöglichkeiten zwischen der Abwehrreihe und dem zentralen Mittelfeld.

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