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Uefa-Pokalsieger von 1980 : Dr. Hammer, Disco-Ronny, Grabi und Holz

  • -Aktualisiert am

Eintracht-Helden für die Ewigkeit: Wili Neuberger, Werner Lorant, Bernd Nickel, Bernd Hölzenbein, Bruno Pezzey, Fred Schaub und Bum-kun Cha (von links nach rechts) mit dem Uefa-Pokal. Bild: dpa

Von Ronny Borchers bis Wolfgang Trapp: Die 19 Spieler, die am Uefa-Pokal-Triumph der Frankfurter Eintracht beteiligt waren, sind zu ewigen Legenden des Klubs geworden. Und was wurde danach aus ihnen?

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          Tor

          Klaus Funk (8 Spiele/0 Tore): Vom VfB Stuttgart im Sommer 1979 verpflichtet, war der Schwabe bis ins Frühjahr 1980 die Nummer eins, ehe ihn Jürgen Pahl verdrängte. Der Torwarttyp „Flieger“ war Spezialist für „unhaltbare“ Bälle, hatte aber mit den „haltbaren“ so seine Schwierigkeiten. In der ersten Runde legte er den Grundstein für den Eintracht-Triumph mit einer Weltklasseleistung beim 1:0 gegen Aberdeen. Verließ 1981 Frankfurt, schaffte es später bei Werder und Hertha nicht zum Stammtorwart. Baute danach den Verband der Vereinigung der Vertragsfußballspieler mit auf, ist seit 1995 Spieleragent.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Jürgen Pahl (4/0): Kam 1976 mit Norbert Nachtweih als Flüchtling aus der DDR zur Eintracht. Hervorragende Anlagen, aber auch immer wieder mal mit Aussetzern. Legendär sein Eigentor 1982 gegen Werder Bremen, als ihm bei einem Abwurf der Ball entglitt und im eigenen Netz landete. Überragend im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach, in der Schlussphase hielt er das 1:0 fest. Blieb bis 1987 bei der Eintracht und beendete seine Karriere 1989 in Rizespor in der Türkei. Gründete nach der Wende in Weißenfels eine Fensterbaufirma und wanderte später nach Paraguay aus. Dort arbeitete er als Hotelier und Gaststättenbesitzer und gründete eine kleine Fußball-Akademie. 

          Ein Österreicher, der allzu früh starb: Bruno Pezzey bildete mit Charly Körbel die beste Innenverteidigung jener Jahre.
          Ein Österreicher, der allzu früh starb: Bruno Pezzey bildete mit Charly Körbel die beste Innenverteidigung jener Jahre. : Bild: Imago

          Abwehr

          Bruno Pezzey (12/2): Hatte gerade am „Wunder von Cordoba“ (3:2-WM-Sieg über Deutschland) mitgewirkt, als er 1978 zur Eintracht stieß. Aus heutiger Sicht auch ein Wunder, dass sich der Weltklassespieler auf die Eintracht einließ. Überragender Abwehrchef, der mit seinen beiden Toren im Halbfinal-Rückspiel gegen die Bayern sein Team in die Verlängerung führte, in der Karger die Finalteilnahme sicherte. Der Österreicher wechselte 1983 zu Werder und beschloss in Innsbruck sein Karriere. Leitete danach den Fußball-Nachwuchs seines Landes. Starb mit 39 Jahren bei einem Eishockeyspiel an einer Herzattacke.

          Karl-Heinz Körbel (12/0): Bildete als Vorstopper gemeinsam mit Pezzey für viele die damals beste Innenverteidigung der Bundesliga. Der Rekordspieler (602 Einsätze) ist bis heute der Eintracht als Marken-Botschafter, Leiter der Fußballschule und Mitglied der Traditionself verbunden, kurzzeitig war er auch ihr Trainer.

          Willi Neuberger (12/1): Wenn der bis ins hohe Fußballalter schnelle Allrounder seine Flankenläufe startete, ging ein gaaaanz langezogenes „Williiiiiiiii“ durchs Waldstadion. Spielintelligent, zuverlässig, bescheiden, scheute das Geldausgeben. Der erste Bundesligaprofi, der die Marke von 500 Spielen erreichte. Nach seiner Karriere Adidas-Vertreter und Hobby-Tennis- und Golfspieler.

          Eine der ewigen Eintracht-Legenden: „Williiiiii“ Neuberger war der erste Profi mit 500 Bundesligaspielen.
          Eine der ewigen Eintracht-Legenden: „Williiiiii“ Neuberger war der erste Profi mit 500 Bundesligaspielen. : Bild: Imago

          Horst Ehrmantraut (4/0): Der spätere Eintracht-Trainer kam als bester Zweitligaverteidiger aus Homburg zur Eintracht. Ging nach einem Jahr zur Hertha, weil er sich in Frankfurt nicht wohlfühlte. Beendete 2005 in Saarbrücken seine Trainerkarriere und lebt ein zufriedenes Leben als Hobby-Landwirt.

          Helmut Müller (10/1): „Eine Maschine“, wie Kollege Nachtweih über den kraftvollen Außenverteidiger urteilte, den Fotos auch als eleganten Begleiter einer ägyptischen Bauchtänzerin dokumentieren. Schoss gegen Rotterdam ein herrliches Tor, wurde in den Endspielen von Ehrmantraut ersetzt, weil er sich verletzt hatte. Spielte später in der Eintracht-Traditionsmannschaft und betätigte sich als Trainer in der Fußballschule von Körbel. Im Hauptberuf betrieb er eine Versicherungsagentur. Starb schon mit 58 Jahren beim Wandern an einem Herzinfarkt.

          Wolfgang Trapp (3/0): Bei der Eintracht in jungen Jahren stets Ersatz-Verteidiger, später beim KSC und in Darmstadt ein gestandener Bundesligaprofi. Nach seiner Spielerkarriere Trainer im Amateurbereich und an DFB-Stützpunkten.

          Rigobert Gruber (1/0): Ein Kurzeinsatz für das große Verteidigertalent, das seine Karriere früh wegen schwerer Verletzungen beenden musste.

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