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Uefa-Pokalsieger von 1980 : Dr. Hammer, Disco-Ronny, Grabi und Holz

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Mittelfeld

Werner Lorant (11/2): „Werner beinhart“, die Comicfigur hätte nach Lorant entstanden sein können. Kam auf Wunsch Grabowskis zur Eintracht: „Damit ich nicht mehr gegen ihn spielen musste. Das erhöhte meine Lebensqualität.“ Mit zwei Elfmetern im Uefa-Cup als Schütze erfolgreich. Später Erfolgstrainer von 1860 München.

Ronny Borchers (9/0): Disco-Ronny, für den modischen Schick zuständig. Früh Nationalspieler, hatte alles für die ganz große Karriere, doch ein Tick zu bequem, wenn die Widerstände größer wurden. Später erfolgreich als Amateurtrainer.

Jürgen Grabowski (7/0): Mister Eintracht, was er sagte, war Gesetz, was er machte, gab die Richtung vor. Das vielbesungene Frankfurter Fußball-Idol. Weltmeister 1974, Pokalsieger 1974 und 1975. Später im Verwaltungsrat und als Kolumnist kritischer Begleiter.

Bernd Nickel (7/3): „Ich war zwanzig Jahre Profi, aber keiner schoss wie Nickel.“ Karl-Heinz Körbels Urteil spricht Bände. „Dr. Hammer“, wie der Dillenburger genannt wurde, verwandelte mit seinem zarten linken Fuß (Schuhgröße 40) Freistöße aus 35 Metern und Eckstöße direkt. Kein Mittelfeldspieler in der Bundesliga-Geschichte schoss mehr Tore als er – 140. Führte schon zu Spielerzeiten den Eintracht-Fanshop, später drei weitere Sportgeschäfte, ehe er sich mit 63 zur Ruhe setzte.

Spezialist für Distanzschüsse: Bernd „Hammer“ Nickel hatte eine besondere Schusstechnik.
Spezialist für Distanzschüsse: Bernd „Hammer“ Nickel hatte eine besondere Schusstechnik. : Bild: Imago

Norbert Nachtweih (11/1): In der DDR perfekt ausgebildet. In dieser Saison noch ohne Stammplatz, weil Trainer Rausch ihn nicht sonderlich schätzte. Wo immer er Nachtweih hinstellte, er lieferte – als Verteidiger, Mittelfeldspieler und Stürmer. Später mit einer großen Karriere bei den Bayern. Nach seiner aktiven Laufbahn Trainer in verschiedenen Fußball-Schulen.

Stefan Lottermann (4/1): Mit 20 aus Offenbach kommend, als potentieller Nachfolger von Grabowski und Nickel verpflichtet, doch trotz guter Ansätze reichte es nicht ganz. Ging nach Nürnberg und Darmstadt und beendete schon mit 30 seine aktive Karriere. Hatte während seiner Profizeit ein Studium abgeschlossen. Arbeitete als Technischer Direktor für den chinesischen Fußballverband.

Sturm

Bernd Hölzenbein (9/3): Das Schlitzohr machte sich unsterblich mit seinem Sitzkopfballtor gegen Bukarest. In der Bundesliga immer noch Eintracht-Torschützenkönig mit 160 Treffern. Auch als Vizepräsident und Manager lange erfolgreich, stellte die Mannschaft zusammen, die Anfang der Neunziger zu den besten in der Liga gehörte und 1992 nur knapp die Meisterschaft verpasste. Später Markenbotschafter und Leiter der Scouting-Abteilung.

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Bum Kun Cha (11/3): „Der perfekte Stürmer, schnell, kopfballstark, technisch gut mit rechts und links und einem guten Schuss“, preist Bernd Nickel noch heute das südkoreanische Fußball-Idol und vergleicht ihn mit Heung-min Son von Tottenham. Cha wurde 1988 noch mal mit Leverkusen Uefa-Pokalsieger. Später eine der Fußball-Persönlichkeiten Südkoreas, unter anderem als Nationaltrainer. Auch sein Sohn Du-Ri spielte in der Bundesliga für die Eintracht.

Harry Karger (10/5): Der Ball war nicht sein Freund, aber der furchtlose „Schädel-Harry“ zwang das Fußball-Glück. Fünf Tore gelangen ihm in Viertel- und Halbfinale sowie im ersten Endspiel gegen Gladbach. In dieser Begegnung erlitt er eine schwere Knieverletzung, die seine Laufbahn beendete. Betrieb danach zunächst ein Fitnessstudio und jetzt eine Fußball-Akademie.

Fred Schaub (1/1): Machte nur 27 Spiele für die Eintracht und erzielte nur vier Tore. Hat aber durch den Treffer, der den Uefa-Cup brachte, seinen festen Platz in der Eintracht-Geschichte. Fand sein Fußball-Glück in Österreich, starb aber schon mit 43 bei einem Verkehrsunfall. Sein damals achtjähriger Sohn Louis überlebte und ist heute österreichischer Nationalspieler, der beim HSV unter Vertrag steht.

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