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Frankfurt besiegt Leipzig : „Das fällt in die Kategorie Tor des Monats“

Schreihälse in Frankfurt: Chandler, Torschütze Toure und Dost lassen ihre Freude heraus. Bild: EPA

Die Eintracht erlebt im Duell mit Spitzenreiter RB Leipzig eine Berg- und Talfahrt. Dass die Frankfurter am Ende siegen, liegt an einem, der starken Worten starke Taten folgen lässt – und danach über sein Traumtor redet.

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          Adi Hütter zögerte keine Sekunde: „Das fällt in die Kategorie Tor des Monats.“ Nicht nur für den Trainer der Eintracht war nach diesem außergewöhnlichen Fußballnachmittag klar: Das 1:0 durch Almamy Touré war „der Knackpunkt“. Dass es am Ende gegen den in der ersten Halbzeit überlegenen und spielbestimmenden Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig sogar 2:0 hieß, weil Filip Kostic in der letzten Minute der vierminütigen Nachspielzeit nach Vorarbeit von Gonçalo Paciência noch der zweite Frankfurter Treffer gelang, war Ausdruck einer Berg-und-Tal-Fahrt. „In der ersten Halbzeit waren wir klar unterlegen und hatten lediglich eine einzige Aktion“, monierte Hütter, der den Auftritt seiner Mannschaft in diesem Spielabschnitt als „sehr schlampig“ bezeichnete. Dann kam die Pause – und mit ihr die Wende.

          Bundesliga

          Die Eintracht-Profis, zuvor von den Leipzigern immer wieder vorgeführt, kamen viel besser in die Zweikämpfe und trauten sich mehr zu. Vor allem Touré stach dabei hervor. Der Franzose, in der im Winter neu einstudierten Viererabwehrkette auf dem rechten Außenposten eingesetzt, sorgte mit seinem Volltreffer, der im Wortsinne zu einem Wirkungstreffer für die Leipziger wurde, für Hochgefühle. „Der Ball kam so genial“, beschrieb Touré die Szene, in der ihm Martin Hinteregger das Spielgerät zum Schuss des Tages servierte und der Franzose in zentraler Position 18 Meter vom Tor entfernt Maß nehmen konnte. „Mir war klar, das ist meine Chance, den muss ich reinmachen“, sagte er später. „Also haue ich drauf – und er schlägt ein.“ Wirklich eine Aktion der Kategorie „Tor des Monats“, wie sie sich den 50.300 Zuschauern in der Frankfurter Arena in der 48. Minute darbot.

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