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Skibbe zurückhaltender : Die geduldige Eintracht

Optimistischer Maik Franz: „Die Klatschen sind abgehakt”, sagt der Verteidiger Bild: ddp

Bei der Suche nach Verstärkung für den Angriff wollen sich die Frankfurter Zeit lassen. Und Trainer Michael Skibbe gibt sich nachsichtiger als in den Tagen zuvor: „ Ich habe viel Geduld mit meinen Spielern und mit meiner Mannschaft.“

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          Nur keine Panik. Die Einsicht, möglichst bald für Verstärkung in der Offensive zu sorgen, hat sich bei den Verantwortlichen der Frankfurter Eintracht längst verfestigt. Spätestens seitdem feststeht, dass Sturmführer Ioannis Amanatidis aller Voraussicht nach in dieser Saison überhaupt nicht mehr spielen kann. Doch etwas überstürzen, das wollen weder Manager Heribert Bruchhagen noch Trainer Michael Skibbe. „Wir werden uns an diesem Wochenende bei den anstehenden Länderspielen umschauen und gegebenenfalls auch den einen oder anderen Spieler sichten“, sagte Eintracht-Coach Skibbe am Donnerstag. Doch er bekräftigte auch, „dass wir jetzt keinen arbeitslosen Spieler zu uns holen werden“.

          Skibbe ist frohen Mutes, die derzeitige Talsohle mit seinem aktuellen Personal durchschreiten zu können. „ Ich habe viel Geduld mit meinen Spielern und mit meiner Mannschaft“, sagte er. „Aber ich stehe natürlich auch für Veränderungen, die ich herbeiführen möchte. Wir haben gute Gespräche im Verein, und ich bin sicher, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten gut vorankommen werden.“ Der jüngste Zwist mit Vorstandschef Bruchhagen scheint plötzlich weit entfernt. Natürlich hat Skibbe die Gelegenheit genutzt, um nach den beiden Tiefschlägen und den vielen Gegentoren gegen München und Leverkusen intensiv mit seinen Spielern zu sprechen.

          Überschaubare Arbeitsgruppe

          Dabei will Skibbe ausnahmslos „positive Reaktionen aus der Mannschaft“ gespürt haben. „Auf Dauer darf es aber nicht passieren, dass man alle Jahre wieder zweimal 0:4 verliert. Das darf nicht unser Anspruch sein. Wir haben sogar innerhalb weniger Tage zweimal 0:4 verloren. Da gehe ich dann offen und direkt mit meinen Spielern und meinem Klub um – oder ich bin fehl am Platz.“ Auch am Donnerstag bekräftigte Skibbe seinen Anspruch, „dass ich mit der Eintracht perspektivisch besseren Fußball spielen möchte. Ein paar Mal ist uns das in dieser Saison ja auch gelungen. Wenn wir aber nicht komplett besetzt sind, ist das verdammt schwer.“

          In diesen Tagen ist die Eintracht alles andere als komplett besetzt. Skibbe und sein Assistent Edwin Boekamp haben es mit einer überschaubaren Arbeitsgruppe zu tun. So fehlte am Donnerstag beispielsweise Martin Fenin. Der Tscheche hatte sich auf den Weg nach München gemacht, um sich bei einer Ärztin wegen seiner Adduktorenprobleme vorzustellen. Auch Christoph Spycher ist seit Tagen auf Reisen, wird aber überraschenderweise schon an diesem Wochenende in Frankfurt zurückerwartet. Die Tritte gegen den Oberschenkel, die er zuletzt beim 0:4 in Leverkusen erhalten hatte, lassen einen Einsatz im Schweizer Nationalteam nicht zu. „Dann kann er sich auch bei uns behandeln lassen“, sagte Skibbe.

          „Liberopoulos wird nicht schneller“

          Den Wunsch nach Veränderungen, zuletzt in Leverkusen vorgetragen und in den Tagen danach bekräftigt, hat Skibbe nach wie vor. Doch der Trainer hat auch erkannt, dass er zwar mit Siebenmeilenstiefeln voranschreiten möchte, wohl aber auch ein wenig Tempo herausnehmen muss. „Ich habe gewusst, dass ich einen Verein übernommen habe, der finanziell nicht auf Rosen gebettet ist“, sagte er. „Und ich habe auch gewusst, dass wir den einen oder anderen Spieler haben, der aus schweren Verletzungen heraus zurückgekommen ist. Und einer wie Nikos Liberopoulos wird mit zunehmendem Alter auch nicht mehr besser und schneller.“

          Einer wie Maik Franz, der zuletzt sportlich Achterbahnfahrt gefahren ist, verfügt über ein Leistungspotential, das der Eintracht nutzt. „Die Klatschen sind abgehakt“, sagte der Verteidiger. „Das nächste Spiel gegen Gladbach müssen wir gewinnen. Wir können immer noch positiv in die Zukunft schauen. Es gibt andere Klubs, denen geht es bedeutend schlechter. Schaut nach Berlin,“ sagte er an die Reporter gewandt. „Die haben nur vier Punkte.“

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