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Uefa-Cup-Held Harald Karger : „Schädel-Harry“ kam aus dem Nichts

  • -Aktualisiert am

Nur 41 Pflichtspiele für die Eintracht, aber als „Schädel-Harry“ dank des Uefa-Pokalsiegs eine Legende: Harald Karger ist noch heute in Erinnerung wegen seiner wichtigen Tore. Bild: Imago

Vom Eintracht-Fan zum Frankfurter Uefa-Cup-Helden: Harald Karger war der Mann der entscheidenden Tore auf dem Weg zum Europapokalsieg 1980. Der Aufstieg vom Landesliga-Torjäger zum „Schädel-Harry“ hat märchenhafte Züge.

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          Die Geschichte des Harald Karger klingt wie ein Fußball-Märchen. Zu schön, zu skurril, ja, auch zu traurig, um wahr zu sein. Selbst im Bewusstsein, dass sich in 40 Jahren Profifußball viel verändert hat, im Bewusstsein, dass die Talentsichtung früher nicht die Züge eines Fußball-Überwachungsstaates trug, der in George-Orwell-Manier „big brother is watching you“ schon Zwölfjährige aufspürt und Vierzehnjährige mit Verträgen an sich zu binden sucht, erscheint der Weg Kargers zum Uefa-Cup-Helden der Frankfurter Eintracht völlig unglaublich.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Fünf Tore steuerte der Hesse im Frühjahr 1980 zum einzigen internationalen Triumph in der Geschichte des hessischen Traditionsvereins bei. Je eins in den beiden Viertelfinalspielen gegen Brünn, zwei in der Verlängerung des Halbfinal-Rückspiels gegen Bayern München, eins im Final-Hinspiel bei Borussia Mönchengladbach. Ohne ihn hätte die Eintracht nicht nach der Trophäe greifen können. Da war Karger 23 Jahre alt.

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