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Eintracht-Stürmer Rafael Borré : Träumer und Arbeiter

Treffer für die Fußball-Ewigkeit: Borré Bild: Sven Simon

Der Kolumbianer Rafael Borré schießt Eintracht Frankfurt zum Titel in der Europa League – dabei stand er lange in der Kritik. Nun bekommt er zurück, wofür er gearbeitet hat.

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          Der Ausbruch der Gefühle kannte keine Grenzen. Rafael Borré riss sich das Trikot vom Leib, und es dauerte nicht lange, bis ihn seine Mitspieler auf Schultern durch das Stadion trugen. Kein beliebiges, sondern das Estadio Ramón Sánchez Pizjuán. Sportliche Heimstätte des Europa-League-Rekordsiegers FC Sevilla. Seit dem 18. Mai der neue Sehnsuchtsort von Borré und der Frankfurter Eintracht. Gewinner der Europa League: Das mutet wie ein Wunder für den Klub an, der vor noch nicht einmal einem Jahr im nationalen Pokalwettbewerb schon in der ersten Runde gescheitert war.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          In Europa aber hat die Eintracht alles „gerockt“, wie Vorstandssprecher Axel Hellmann sagt. Dass sich die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner im Finale von Sevilla gegen die Glasgow Rangers die Krone aufgesetzt hat, liegt auch und vor allem an Borré. Der Stürmer ist Kolumbianer. Stolzer Kolumbianer. Als er sich nach der Rückkehr in Frankfurt auf eine bisher nie dagewesene Triumphfahrt durch die Straßen der Stadt macht, jubeln ihm und den anderen Eintracht-Helden mehr als 200.000 Menschen zu. Schon nach der Landung auf dem Flughafen schnappt sich Borré die Flagge seines Landes, wickelt sie um seinen Körper – und trägt sie bis zum Römer.

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