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Pläne zum Waldstadion : Alles nur ein Scherz

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Vision: Adler-Wohnturm neben vergrößerter Arena in Frankfurt Bild: Zlatka Damianova

Ein Turm für Spieler-Wohnungen und ein Nachtklub neben der Commerzbank-Arena – die künftig 80.000 Plätze fassen soll? Eintracht Frankfurt ist nicht etwa größenwahnsinnig geworden. Die F.A.Z. hat sich nur einen Aprilscherz erlaubt.

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          Wie war das? Eintracht Frankfurt und die Stadt sollen konkrete Pläne haben, nicht nur die Commerzbank-Arena auf 80.000 Zuschauerplätze auszubauen, sondern auch noch den walisischen Nationalspieler Gareth Bale zu verpflichten? So stand es jedenfalls am Montag in der Rhein-Main-Zeitung und auf FAZ.NET. In dem Artikel war außerdem von einem ganz speziellen Turm die Rede: Direkt neben dem Stadion sollte ein Hochhaus mit 117 Metern Höhe gebaut werden, in dem außer Wohnungen für Spieler und einem riesigen Fanshop auch ein veritabler Nachtklub entstehen sollte.

          Spätestens bei dem Absatz über den „chronisch unzufriedenen“ Bale, der nur eine Kulisse von mindestens 80.000 Zuschauern akzeptieren würde, um seinen aufwendig gebundenen Dutt präsentieren zu können, ist wahrscheinlich nicht nur den Eintracht-Anhängern klargeworden: Bei dem Bericht samt Abbildung handelt es sich um den Aprilscherz der F.A.Z.

          Auch die Wechselgespräche mit dem Spieler von Real Madrid sind erfunden – was mancher, aber längst nicht jeder bedauern dürfte. Mit einem höheren Etat für den Transfermarkt dürfte die Eintracht dank bisher überaus erfolgreicher Bundesligasaison und Europa League dennoch rechnen. Dass die Commerzbank-Arena übrigens tatsächlich ausgebaut werden soll, ist gar nicht so unwahrscheinlich – allerdings nicht auf 80.000, sondern „nur“ auf 60.000 Zuschauerplätze. Schon seit mehr als zwei Jahren wird darüber verhandelt, ob und wenn ja, die Nordwestkurve der Arena ausgebaut wird.

          Vertreter der Initiative Stadionausbau, in der sich alle Gruppen der organisierten Frankfurter Fanszene engagieren, haben dem Klub im März dieses Jahres ihre schriftlich formulierte Forderungen übergeben. Eintracht Frankfurt und sogar Oberbürgermeister Peter Feldmann unterstützen das Vorhaben. Konfliktpunkt war bislang vor allem, wer die Kosten des Umbaus tragen soll.

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