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Neue Vereinbarung : Guter Kompromiss zum Waldstadion

Mehrmals standen die Gespräche zwischen Stadt und Eintracht Frankfurt vor dem Abbruch. Bild: Ricardo Wiesinger

Die Stadt und Eintracht Frankfurt haben in den Verhandlungen zur Nutzung des Waldstadions einen erbitterten Kampf geführt. Umso besser ist das, was beide Seiten jetzt in einem „Letter of Intent“ vereinbart haben.

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          Fast zwei Jahre haben sie miteinander verhandelt. Das zeigt, wie hart und intensiv die Stadt und Eintracht Frankfurt um einen neuen Mietvertrag zur Nutzung des Waldstadions gerungen haben. Die Fußball-AG des Vereins hatte im Pokalsieger-Rausch überzogene Forderungen gestellt. Mehrmals standen die Gespräche vor dem Abbruch. Umso besser ist das, was beide Seiten jetzt in einem „Letter of Intent“ vereinbart haben. Noch gibt es keinen Vertrag, noch ist manches Detail unklar. Aber nach allem, was sich sagen lässt, ist das ein fairer Kompromiss.

          Die Eintracht zahlt mit acht Millionen Euro weiterhin eine nennenswerte Kaltmiete. Da sie auch 90 Prozent der Betriebskosten für das Stadion übernimmt, dürften die Kosten beinahe auf dem Niveau der bisherigen Warmmiete liegen. Außerdem investiert die AG in die Digitalisierung des Stadions, übernimmt die Kosten für einen neuen Videowürfel und LED-Fluchtlicht und hinterlegt eine Kaution von vier Millionen Euro. Die puffert im Falle eines Abstiegs, den sich natürlich niemand wünscht, das Risiko für den Steuerzahler.

          Im Gegenzug kann die Eintracht das Stadion fortan voll vermarkten. Angesichts der sportlichen Entwicklung dürften vor allem die Erlöse für die Namensrechte des Stadions nicht ausgereizt sein. Zieht der neue Generalmieter genug Konzerte nach Frankfurt, kann auch daraus viel Geld zusätzlich fließen. Die Stadt übernimmt dafür den zugesagten Ausbau und investiert rund zehn Millionen Euro. Ob es am Ende 60.000 Plätze sein werden? Vermutlich nicht ganz. Aber das wird die Einigung nicht trüben.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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