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Mario Götze bei der Eintracht : Wird die 27 zur Glückszahl?

Alte Nummer, neuer Dress: Götze wird mit der 27 bei der Eintracht spielen. Bild: CSM

Der Neuzugang der Eintracht wird seine Eindhovener Rückennummer tragen. BVB-Chef Watzke gratuliert zum Transfer. Ein anderer Weltmeister findet eine neue Heimat.

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          Die Glückwünsche kamen aus berufenem Munde. „Ich freue mich für die ganze Bundes­liga“, sagte Hans-Joachim Watzke bei Sport1. Watzke, der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, ist ein Intimkenner von Mario Götze. Denn sportlich hat der heute 30 Jahre alte Fußballprofi, am Dienstag offiziell von der Eintracht für die kommenden drei Jahre unter Vertrag genommen, die meiste Zeit seiner bisherigen Profikarriere tief im Westen beim BVB verbracht. Dass der WM-Torschütze von 2014 nun ein neues Kapitel in Frankfurt aufschlägt, findet sein alter Chef Watzke ausgezeichnet. „Mario hat die deutsche Fußball-Geschichte entscheidend mitgeprägt. Ich kann Eintracht Frankfurt nur zu diesem tollen Transfer gratulieren.“

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Auch der ehemalige Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich im Sender Sky positiv über den Wechsel, er hält sogar eine Rückkehr Götzes in die Nationalmannschaft für möglich: „Er bringt alle Qualitäten dafür mit“, sagte Löw und verwies auf die Qualitäten von dessen neuem Verein Eintracht Frankfurt: „Er wird wieder in der Champions League spielen, steht hier in der Bundesliga im Fokus und will sich für die WM empfehlen.“

          Götzes Rückkehr in die Bundesliga kam indes auch für Löw überraschend. „Natürlich habe ich nicht damit gerechnet, dass Mario nach Deutschland zurückkehrt, nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Ich freue mich aber sehr für Mario und die Eintracht. Mario ist ein außergewöhnlicher Spieler, sehr professionell und er passt mit seiner großen Spielintelligenz sehr gut zur Eintracht“, sagte Löw.

          Götze selbst hat sich gegenüber den vereinseigenen Medien optimistisch über seine Zukunft bei der Eintracht geäußert. „Ich will das Momentum mitnehmen“, sagte er mit Blick auf den Europacup. „Weiter zu wachsen, das Fundament weiter auszubauen, positive Erlebnisse zu schaffen und möglichst erfolgreich zu sein“, hob der offensive Mittelfeldspieler als Ziele hervor. Die wird er mit der selben Rückennummer wie beim PSV Eindhoven verfolgen, wo er die 27 trug. Persönlich wolle er wieder an seine Qualitäten anknüpfen. „Für mich ist es eine gute Challenge, gerade auch mit dem Spielplan, der Bundesliga, der Champions League“, sagte Götze.

          Weniger Spielerfahrung

          Der neue Frankfurter Offensivspieler hat sich nicht nur von Sportvorstand Markus Krösche vom Wechsel zur Eintracht überzeugen lassen. Auch Götzes Familie sei bei der Entscheidungsfindung ein wichtiger Faktor gewesen. „Sie haben eine große Rolle gespielt“, sagte Götze. „Für sie war es wichtig, dass ich mich wohl fühle, dass sie sich wohl fühlen, dass wir wieder in Deutschland sind und dass ich wieder in der Champions League spielen kann.“ Seine Familie mit dem zwei Jahre alten Sohn bedeute ihm viel, betonte Götze.

          Gut möglich, dass Götze neben all den vielen neuen Spielkameraden auch auf einen Argentinier trifft. Mit dem langjährigen Kapitän David Abraham hat die Eintracht ja schon einen Spieler dieses Landes in ihren Reihen gehabt. Abraham hat seine Karriere längst beendet – die von Lucas Alario soll in Frankfurt neuen Schub erhalten. Seit Monaten schon gibt es das gesteigerte Interesse der Eintracht, den Argentinier von Bayer 04 Leverkusen an den Main zu holen. Ein Prozess, der jetzt vor dem Abschluss stehen könnte. Beide Parteien, ist zu hören, seien sich weitgehend über einen Arbeitsvertrag bis Mitte 2025 einig.

          Durm wechselt zum 1. FC Kaiserslautern

          Absolute Klarheit besteht in jedem Fall in der Personalie Erik Durm. Auch Durm ist ebenso wie Götze in Brasilien Weltmeister geworden. Doch der Unterschied ist gravierend: Während Götze mit seinem Finaltor gegen Argentinien zum ultimativen Matchwinner aufstieg, kam Durm nicht ein einziges Mal zum Einsatz. Als er sich im Sommer 2019 aus Huddersfield kommend der Eintracht anschloss, träumte Durm in Frankfurt von einem großen Kick für seine Karriere. Daraus aber ist nicht viel geworden. Wettbewerbsübergreifend kam der defensive Außenspieler auf lediglich 46 Einsätze.

          Nun schlägt der gebürtige Pirmasenser in seiner rheinland-pfälzischen Heimat ein neues Kapitel auf. Am Mittwoch wurde sein Wechsel zum Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern vollzogen. Ursprünglich war der 30-Jährige noch bis Sommer 2023 an die Eintracht gebunden. Über die Höhe der Ablösesumme und die Vertragslaufzeit machten die Lauterer keine Angaben.

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