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Landgericht Frankfurt : Eintracht-Fußballer siegen im Namensstreit mit Ringern

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Die Ringer des AC Eintracht Frankfurt dürfen Urteil künftig nicht mehr den Namen des Fußball-Zweitligavereins als Vereinsbezeichnung nutzen Bild: dapd

Es gibt nur eine Frankfurter Eintracht - das meint nicht nur die Fußball-AG. Auch das Landgericht Frankfurt vertritt diese Ansicht. Ein Ringerclub, der sich 2009 in AC Eintracht umbenannt hat, muss deshalb wieder den Namen wechseln.

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          Im Frankfurter Namensstreit hat die große Eintracht die kleine Eintracht niedergerungen. Die Ringer des AC Eintracht Frankfurt dürfen laut eines am Mittwoch vom Landgericht Frankfurt verkündeten Urteils künftig nicht mehr den Namen des Fußball-Zweitligavereins als Vereinsbezeichnung sowie für ihre Internet-Domain und als Marke für eine Vielzahl von Waren und Dienstleistungen nutzen. Der Ringerverein wurde zudem zur Zahlung von Schadensersatz und Abmahnkosten verurteilt und muss die Prozesskosten tragen.

          Der Ringerverein, der seit fast 100 Jahren als AC Eckenheim existierte, hatte sich Ende 2009 in AC Eintracht Frankfurt umbenannt, eine entsprechende Domain gesichert und eine gleichlautende Markenanmeldung beim Europäischen Markenamt eingereicht. Die 6. Zivilkammer des Landgerichts stellte in ihrem Urteil eine Verletzung des Namens- und Markenrechts des bereits seit 1929 unter diesem Namen bestehenden Fußball-Clubs fest.

          Da der beklagte Ringerverein schuldhaft gehandelt habe, sei er auch zum Schadenersatz verpflichtet. „Es ist aufgrund der Bekanntheit der Klägerin nach Auffassung der Kammer ausgeschlossen, dass sich der Beklagte der älteren Rechte des Klägers nicht bewusst war“, begründete die Kammer das Urteil, gegen das die Ringer innerhalb eines Monats Berufung beim Oberlandesgericht einlegen können.

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